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28.10.2016
08:32

Norwegen Süßwasser Raubfisch-Tour an den Vansjö

Unser Angelurlaub ist zu Ende und hier unser Reisebericht.
Wir bedanken uns hiermit für die Organisation für dieses wirklich interessante und empfehlenswerte Angelrevier, bei dem wir das vorhandene Potential bei langem noch nicht ausgeschöpft haben.

Wir (Peter, Stefan, Carsten, Patrick, Aaron und Stefan) starteten am 23.09.2016 zu unserer ersten Norwegen-Süßwasser-Raubfisch-Tour an den Vansjö.
Inspiriert durch den Artikel von Thordes Harwich und Christian Kracke in Fische&Fjorde buchten wir über Angelreisen.de  zwei Wohnungen in Kjærnes Gaard bei Linda und Erik am See Vansjø.
Wir fischen bereits seit einigen Jahren in Schweden in den Schären und waren von der Struktur des Vansjø und den verschiedenen Angelmöglichkeiten dort sehr angetan, erinnerten die vielen Buchten mit Schilfgürtel und Untiefen im Hauptsee doch sehr an den Schärengarten und wir waren gespannt auf die Fangergebnisse.
Nach unserer Ankunft am Samstag wurden wir sehr herzlich von Erik und Linda begrüßt und fühlten uns vom ersten Moment an willkommen. Erik wies uns in die Boote ein, sie waren mit neuen Mercury 6PS Viertaktmotoren ausgestattet.
Das Wetter war an den ersten 3 Tagen außergewöhnlich mild, das Wasser war mit 16 Grad teilweise wärmer als die Luft. Wir begannen den Nahbereich wie gewohnt in den Schilfbuchten zu erkunden und fingen tatsächlich jede Menge Hechte, die aber kaum 70 cm erreichten. Wir rätselten wo sich denn die Größeren aufhalten könnten, waren wir es von den Schären her gewohnt auch Fische bis zu einem Meter in den Schilfgürteln zu fangen. Stefan und ich waren die Einzigen, die eine Schleppausrüstung dabei hatten und wollten die relativ günstigen Windverhältnisse der ersten Tage (bis 5m/s) nützen um die kapitalen Freiwasserhechte auf die Schuppen zu legen. Der Wetterbericht sagte nämlich stürmische Windverhältnisse(bis 13m/s) voraus. Es gelang uns am ersten Tag 3 Hechte mit 98, 97 und 84cm mit großen Gummifischen 25-30cm zu fangen. Am 2. Tag gar kein Fisch, wobei der Wind bereits merklich auffrischte und das Schleppangeln nahezu keinen Sinn mehr machte. Unsere Angelfreunde hielten sich in den Buchten auf, konnten aber keine größeren Fische fangen.
Am 3. u.4. Tag war der Wind so stark, dass der Hauptsee kaum befahren, geschweige denn befischt werden konnte.
Wir konzentrierten uns wieder auf die Schilfgürtel. Dieses Mal kam uns der starke Wind und mein E-Motor zu Hilfe.
Bei perfekten Driften vor dem Schilf konnte ich einen 95er, Aaron einen 103 cm, Stefan K. einen 102 cm und Stefan A. einen 97er an der 6 m Kante fangen. An den weiteren Tagen mit Wind um 5-7m/s konnten auch mehrere größere Fische bis 81 cm gefangen werden. Außerdem versuchten wir Zander mit Dropshot und jiggen zu fangen. Es war jedoch schwer, obwohl Fische am Grund mit dem Echolot ausgemacht wurden, welche zu fangen. So konnten wir nur 4 kleinere Zander haken. Erstaunlich war, dass kleine Hechte um 50cm auch in Tiefen von 8-10 m standen und statt den Zandern bissen. Mögliche Gründe sind wohl der Wetterumschwung, der Wind und der Temperatursturz des Wassers von über 16 auf 14 Grad, wir wissen es nicht.
Wir ließen es bei Standortwechseln nicht aus, mit kleineren Wobblern zu schleppen, wobei neben Hechten, Zandern auch Barsche bis 40 cm bissen.
Am letzten Tag war nochmal Schleppwetter mit minimalem Wind. Wir machten uns große Hoffnungen die 110 cm Marke zu knacken. Wir schleppten sage und schreibe 7 Stunden ohne einen Biss oberhalb der Sprungschicht in 3-6 Metern  über 25-45 m tiefem Wasser mit verschiedenen Ködern und Einstellungen der Sideplaner und Gewichte, hatten wir doch am ersten Tag auf Anhieb 3 Fische gefangen. Eine halbe Stunde vor der Rückfahrt bekam ich dann einen Hammerbiss auf meine 30 cm "Forelle" von Savage Gear . Ich kriegte die Rute kaum aus dem Halter. Leider konnte sich der Fisch nach kurzer Drillzeit befreien, ich möchte nicht wissen wie groß er war.
Es war eine erlebnisreiche Woche, bei der wir über 200 Hechte fingen, wenn gleich die ganz Großen noch ausblieben. Das Vansjö-Seensystem liegt in traumhafter Natur mit viel Wild und Waldgebieten, gewöhnungsbedürftig ist allerdings der nahe Flughafen mit Flugzeug- und Helikopterbetrieb.
Ein ganz großes Lob an unsere Gastgeber Linda und Erik, sie waren zuvorkommend und nett, gaben uns das Gefühl jederzeit willkommen zu sein. Die Wohnungen sind traumhaft mit allem ausgestattet was man braucht.
Ich denke, es war nicht das letzte Mal, dass wir im Vansjø fischten.
Hiermit endet mein Feedback unserer Norwegen-Angelwoche nicht ohne Ihren eingangs erwähnten Bericht bestätigen zu wollen und Ihnen mitzuteilen, dass unsere Erwartungen über Unterkunft, Angelrevier, Boote mit bereits erwähnten zusätzlichen Ausstattungswünschen voll erfüllt wurden.
Viele Grüße von den Stuttgarter Angelfreunden
Peter, Patrick, Stefan, Carsten,  Aaron und Stefan

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