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Ihr Spezialist für Angelreisen weltweit

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14.12.2011
14:23

Zum ersten Mal in Norwegen

Am 19.03.11, 22.30 Uhr geht‘s los nach Langenuen auf der Insel Stord.
Warum ich jetzt schon schreibe? ...ich zähle bereits Tage und Stunden wann es endlich losgeht!
Angelsachen sind fertig gepackt im Keller und ich könnte jeden Tag mit der Angel im Arm ins Bett gehen! Nur würde dann wohl meine Frau an meinem Verstand zweifeln.
 
Ich werde dann vor Ort ein Live-Tagebuch mit Bildern führen, da ich den Hang habe, immer soviel zu schreiben! Und bei 10 Tagen wird der Bericht unmöglich lang.
 
Hoffe ja sehr, dass wir zu dieser Zeit bereits fangen werden, obwohl sich viele gewundert haben, weshalb wir jetzt schon nach Norwegen fahren, habe allerdings aus sicherer Quelle erfahren, dass die ersten Heringsschwärme in den Hardanger ziehen und es wettertechnisch Ende März richtig bergauf gehen soll!
 
Gott bin ich aufgeregt.... will da jetzt hin!


Tag 1
 
Ankunft um 11.30 Uhr bei Ingo in Langenuen und fix die Sachen verstaut.
Die übliche Einweisung bekommen und nach kurzem Check, raus und erstmal mit allem vertraut machen. Schließlich war nur unser Günther 2x in Norge gewesen, Torsten und ich waren noch komplett jungfräulich!
 
Köderfisch besorgen war unser erstes Ziel und nach kurzer Zeit konnten wir genügend kleine Köhler für die ersten Tage erbeuten. Zusätzlich bekam ich noch Besuch von einem 60er Pfannendorsch, der den Test- und Ankunftstag abrundete!
Highlight des Tages war meine 4er Lage Köhler am Heringsvorfach! Machen trotz Ihrer 40cm ne Menge Rabatz an der 80g Rute.
 
Abends dann die ersten Kurzen und Plan für den nächsten Tag gemacht. Plan war ganz klar: Plätze, Kanten und Tiefen erkunden und Fische um die 70 cm.

Tag 2
 
Plan war ausgearbeitet und alle hochmotiviert. Konnten wir doch Ingo ein paar Infos bzgl. eventueller Plätze aus den Rippen leiern.
Erster Stopp war 50 m vom Anleger raus auf die erste Terrasse von 50-75 m Tiefe. Leicht bewölkt, angenehme Temperatur, allerdings heftiger Nordwind mit 7 m/s.
Naturködermontage runter mit 500 g Gewicht.... nicht Ansatzweise Grundkontakt!!!! An Drift durch sehr heftige Unterströmung war gar nicht zu denken. Plötzlich heftiger Regen, 10 min später… leichte Sonne, 15 min später... Hagel (Sagenhafte 20 min lang).
300 m vom Anleger entfernt, plötzlich Stromausfall der Positionslampen und des Echolots. Also wieder zurück zum Anleger.
Ingo angerufen, damit der sich das anschaut.
Nachdem er sich unter das Steuerpult gequetscht hat, hörten wir nur: "Verfluchte ********. Salzwasser und Strom sind nicht für einander geschaffen!"
Eine Sicherung war nicht nur durchgebrannt sondern komplett zerschmolzen! Ingo sich also heldenhaft an die Reparatur gemacht, so dass wir 1h später endlich wieder raus konnten.
Ingo schickte uns aufgrund des Windes auf das nah gelegene Hardanger-Plateau, wo wir den Rest des Tages unser Glück versuchen wollten.
Erstes Ziel war die Enge zwischen den Inseln Skorpo und Huglo.
Und tatsächlich: Fischfinder konnte sich gar nicht wieder einkriegen! Fisch von 12 bis 90m... aber wie schnelle waren die wieder weg???
Hammer-Strömung, Wind von Nord und Wellen die uns in unserem kleinen Boot echt forderten, sorgten dafür dass wir nur so über die durchziehenden Schwärme wegrauschten. Wieder zurückgefahren, Driften lassen, keine Anzeige. Ich hätte kotzen können.
Weiter ging‘s es auf eine gute Kante hinter Kraaka und Fltöy direkt im Hardanger. Kante von 70 auf 100 m gesucht, gefunden, positioniert und ab ging die Drift.
Nach 30 sek schlug Torsten am Echolot Alarm: Fisch am Grund bei 74 m, das ganze Echolot voll. 3 Atemzüge später waren alle Ruten krumm: Wir standen voll drin, endlich. Ich hatte ne richtige Rakete am Haken, die mir geschmeidig auf der ersten Flucht 30m Schnur von der Rolle riss und alles schaute mich trotz eigenem Drill fassungslos an. Nach der Flucht meine ersten Pumpbewegungen, und mein gegenüber über gab alles... und gewann... er stieg aus wie aus einem überfüllten Bus und ich starrte nur fassungslos auf meine Rute. Ich schreibe lieber nicht, was mir jetzt durch den Kopf ging.
Torsten sein Fisch verabschiedete sich ebenfalls, nur Günther legte 2 mittlere Köhler auf die Seite.
Nach dem Erlebnis war die Fischanzeige leer und wir drehten und fuhren erneut auf die Startposition. Jetzt passierte nichts, aber wirklich gar nichts, bis auf stark zunehmender Wind, der uns nun nötigte Richtung Anleger zu fahren.
Ich unternahm wirklich alles, um uns heil nach Haus zu bringen, was mir auch gelang, allerdings patschnass vom Kopf bis zum Floaterkragen.
 
Morgen sind die Prognosen düster: Starker Wind aus West um die 8-9 m/s.
Wenn alles klappt, versuchen wir unter Land zu bleiben und die 50-75 m Terrasse nach Leng abzuklappern. Strömung soll in den nächsten Tagen abnehmen, so dass auch mal Vorfächer zum Einsatz kommen.
 
Von heute gibbet nix zu Berichten, keine Fänge, nur strammer Wind, Dauerregen und leere Fischanzeigen.
 
Morgen geht‘s weiter, denn jeder Tag bringt neue Puzzleteile, die wir langsam zusammenfügen müssen.


Tag 4
 
Der Tag begann wie alle anderen auch mit Regen und Nebel.
Um 8 Uhr ging‘s raus, ca. 30 min nach Tiedentiefsstand. Somit wollten wir heute komplett das auflaufende Wasser mitnehmen.
 
Heute wurde mal getauscht, so dass ich heute die Ehre hatte, die Truppe zum Fisch zu führen. Erstes und primäres Ziel war ein 109 m tiefes Loch auf einer 50-70 m Plattform.  
Kurzer Stopp und Drift geprüft, danach ging es zum optimalsten Driftpunkt und die Jagd ging los.
 
Torsten und Günther versuchten es auf Köhler, da die Fischanzeige voll war bis unter die Hutschnur, ich wollte es heute auf Leng wissen. Sämtliches Getüddel flog von meiner Rute und ein leckeres Makrelenfilet ging am 450 g Bergemann auf Tauchstation.
 
Ich war noch am Ablassen, da war auch schon die Rute von Günther krumm und nach kurzem Drill kam der erste 60 cm Köhler aufs Boot. Kein Riese, aber pfannenfertig und bis zu diesem Zeitpunkt unser Größter.
 
Es folgten noch etliche von dieser Größe bis nach der 3. Drift meine Rute anschlug. Erst 2 kleine Zupfer, dann dachte ich, der wollte mir die Rute aus der Hand hauen. 10 min pumpen und mein erster Leng von 84 cm lag im Boot!
 
Leider wurde es dann immer windiger, so dass wir gezwungen waren, eine geschütztere Stelle aufzusuchen. Leider schütze die uns nicht nur vor Wind, sondern auch die Fische vor uns.
Kein Biss die nächsten 2 Stunden. Ich habe wirklich sämtliche Kanten, Berge oder Löcher gesucht und angefahren, aber null Ergebnis.
 
Ab 13 Uhr flaute es wieder ab und wir fuhren noch einige interessanten Stellen ab, aber trotz massiver Fischanzeige, nur ein paar 50er Köhler.
 
So endete unser Tag 4, weiterhin sind wir keine Helden, ich kann auch nicht sagen, ob wir noch welche werden! Wetter soll am Samstag bombig werden, dann geht‘s raus in den Hardangerfjord. Morgen müssen wir uns wie immer nach dem Wetter richten!
 
Würde gerne mehr und interessanter berichten, aber das ist mir nicht vergönnt. Vielleicht wird‘s ja doch noch ein Highlight, obwohl ich langsam zugeben muss, dass die ganzen Norwegenexperten Recht hatten: Es ist zu früh für Ausnahmefänge, sei es in der Größe oder in der Menge!

Tag 5
 
Heute morgen Sonne (jaa, auch das gibt es hier in Norge), allerdings heftiger Wind aus Nord um die 8-9 m/s, der den kompletten Fjord durchpustete.
Haben uns entschlossen, vormittags drin zu bleiben und erstmal einkaufen zu fahren.
Ab 14 Uhr soll der Wind aus N/W bis W kommen, so dass wir einigermaßen unter Land bleiben können.
 
Nach Rücksprache mit dem Vermieter werden wir vorher die Echoloteinstellung überprüfen, da hier einiges nicht stimmen kann. Lt. GPS Karte sollen wir über einem Loch von 110 m stehen, Tiefenanzeige zeigt 189 m an und massig Fisch auf 220 m ???????????????
Das sind halt Probleme, die uns die ersten Tage verzweifeln ließen. Ebenso die Tatsache, dass wir kleinere Schwärme, bzw. Kleinfisch nicht von größeren unterscheiden konnten.
So konnten wir bisher weder Heringsschwärme noch Köhlerschwärme wirklich unterscheiden bzw. identifizieren.
Ich hoffe wir kriegen die Probleme hier in den Griff, so dass wir uns heute nochmal mit vernünftigen Einstellungen dem Echolot vertraut machen können, so dass wir morgen an dem prognostizierten Bombentag mit verlässlicher Anzeige wirklich mal Dorsch und Hering suchen und fangen können.
Denn alles was das Gerät bisher anzeigte war Fisch in allen Regionen, sei es im Himmel oder 30m unter dem Meeresgrund!!!! Rausgekommen ist aber bisher nur Köhler in mittlerer Größe. Ich berichte später von unserem Test-Nachmittag.


Tag 5 Teil 2
 
Abbruch um 15 Uhr! Wir sind gegen 13 Uhr runter zum Steg, Echolot kontrolliert und 2 gravierende Fehleinstellungen korrigiert.
 
Torsten und Günther blinkerten ein wenig vom Steg aus, als plötzlich der Himmel dunkel wurde und uns ein herrlicher Schnee und Hagelschauer für fast 45 min ins Filetierhaus trieb. Danach eisiger Wind und Sonne und unsere Laune ging gen 0.
Morgen soll‘s wie erwähnt 2° und fast kein Wind werden, weshalb wir heute Kräfte sammeln um sie morgen (Ironie an - ) beim sinnlosen Pumpen wieder zu vergeuden (- Ironie aus)!
 
Mal schauen wie es wird. Wir hoffen das Beste und geben alles.
 
Das mit den Einstellungen des Echolots gestaltet sich als äußerst schwierig, da sich unser Vermieter in diesem Punkt als äußerst empfindlich zeigt. Wir müssen mit dem klarkommen was uns nun gegeben ist, aber ich hoffe es reicht!


Tag 6
 
Der Tag begann, wie man ihn nicht einmal in einem Buch besser beschreiben könnte:
 
1°, Wolkenloser Himmel, Sonne und Windstill. Der Fjord lag da wie ein schlafender Ententeich! Um 7 raus und unseren einzigen bisher erkundeten "Hotspot" bei Ebbe angefahren. 20 min geangelt, 4 Köhler um die 60 und ein 70er Leng! Was für ein Start.
Leider endete die Hochzeit auch genauso schnell, wie sie begann.
 
Am kompletten Rest des Tages erbeuteten wir noch 3 weitere Köhler um die 60 und noch 2 Leng, 72 und 65 cm! Ich selbst blieb Schneider, bis auf einen Octopus von ca. 1m Tentakelspannweite und riesigem Kopf. Der hat tatsächlich meinen 300 g Pilker angegriffen. Ansonsten blieb ich beim Naturköderangeln auf Leng, aber ohne Erfolg.
 
Auffällig ist bei unseren Köhlerfängen, dass bis auf 2 Stck alle auf Heringsvorfach bissen.
Bei der Batterie Gummis die ich mitgeschleppt habe, fühle ich mich doch arg overpimped.
Auffälligkeit 2: Ausnahmslos alle Fische hatten leere Mägen!!!
 
K.a warum die nur bei Ebbe rum beißen, da doch bei Flut Nahrung in den Fjord gespült wird und dann die Beißzeit losgehen müsste. Und trotzdem wie erwähnt alle Mägen leer sind.
 
Zum Echolot möchte ich nicht mehr viele Worte verlieren, nur abschließend: Ich komme mit dem Ding nicht klar, da irgendetwas nicht hinhaut, der Vermieter aber sagt, alle Einstellungen sind TOP. Frage mich nur, wieso ich selbst bei langsamer Fahrt keine Tiefeninfo bekomme, geschweige denn Fischinfo.
Wir halten uns z.Zt an das GPS, fahren auffällige Kanten, Löcher und Berge ab und versuchen unser Glück. M. E. stimmt etwas mit dem Sensor nicht, aber da ist der Vermieter glaube ich taub auf dem Ohr.
 
Zudem haben wir nun auch erfahren, dass es für den Hering noch zu kalt ist (2-3° Wassertemperatur) und demzufolge auch die großen Köhler und Dorsche noch nicht in den Fjorden sind.
 
Wir werden weiter unser Glück versuchen und ergötzen uns ansonsten an der absolut beeindruckenden Landschaft!


Tag 8
 
Heute morgen wieder 3° trocken und fast windstill.
 
Wieder an unsere einzige bekannte Stelle die wir ohne Echolot durch GPS schon ziemlich gut kannten. Ruten raus, 0,2 Knoten Drift und bei 70m waren alle 3 Rute krumm.
Seelachsalarm vom Allerfeinsten am Heringsvorfach!! 2-3 Stck des Öfteren und alle um die 60cm! Kurze Zeit später, war es wie auf Schlag ruhig. Kein Zupfer, nix mehr.
 
Wie immer, ohne Echolot in einer seichten Bucht (40-60 m) versucht Dorsche zu finden, aber Fehlanzeige. Weiter ging es an die Kanten zwischen 75 und 130 m um Leng zu finden.
 
Nach 2h mit etlichen Fehlbissen, dann Alarm bei Torsten!!
Er vermutete Hänger und ich schickte mich an das Boot zu drehen, als er rief, dass sein Hänger enorm Fahrt aufnahm. 30m Schnur wurden bei der ersten Flucht von der Rolle gezogen, dann Stillstand. Torsten zog, doch sein Gegenüber parierte gekonnt mit ein paar kurzen Schlägen.
Torsten lockerte geschickt um 3-4 cm und wägte seinen Fisch in Sicherheit um ihn dann erstmal von der Kante zu Pumpen. Nun begann der Tanz der Beiden: Torsten gewann 20 m, der Fisch 10 m, so ging es hin und her, bis bei 30 m kaum noch Gegenwehr vorhanden war. Ich stand gebannt mit dem Gaff an der Reling, während Günther auf der Gegenseite des Bootes ausharren musste, um Schlagseite zu verhindern.
Noch 20 m, noch 10 m, es wurde Hell da unten, dann bei 5 m ein Schrei:
Ein Leng, und was für einer!
Im Boot gelandet, hallte Torstens Triumph durch den Fjord. Für ihn auch sein erster Norwegentrip und nun lag er im Boot: Ein Prachtleng, 97 cm und satte 5 kg!!
Die Arme brannten, aber das Strahlen von Torsten stellte alles in den Schatten!
 
Am Ende des Angeltages hatten wir 28 Köhler im Boot, den Leng von Torsten und 2 Pollacks von 65 cm und einen Schellfisch von 57 cm! Und alles wie immer ohne Echolot oder Tiefenanzeige!!!!!!!!!!
 
Am Anleger angekommen, schaute sich Ecki, ein weiterer Gast vom Team "Fishing-Affairs" unseren Geber an und stellte fest, dass dieser voll auf halb acht hing!!!!!!!!!!!!!
Mein Vorgänger ist vermutlich beim Rangieren irgendwo leicht gegen und hat dabei den Geber samt Halterung fast um 45° verbogen, so dass eine vernünftige Anzeige vollkommen unmöglich war.
Und das wurde erst am vorletzten Tag unseres Norge-Trips festgestellt, obwohl ich von Anfang an die Daten des Echolots angezweifelt habe!! Ich hätte echt .... können.
Morgen an unserem letzten Tag werden wir dann mal in die Bucht und hoffentlich mit funktionierendem ECHO nach Dorschen schauen!
 
Heute war es ein wirklich runder Tag, da wir unsere gewonnenen Erkenntnisse endlich in Erfolg umsetzen konnten. Morgen geht‘s bis Mittag auf den Fjord und dann wird langsam unsere Abreise vorbereitet.
Werde morgen nochmals berichten, ob das Echolot nun funktioniert und ob wir endlich unseren ersehnten Dorsch erwischen konnten.

Letzter Tag
 
Heute morgen auf der Terrasse gestanden und vom Wind fast umgeweht worden. Prognose waren 5 m/s, in der Nacht korrigiert auf 9-10 m/s.
An Rausfahren war gar nicht zu denken. Also Abwarten und Wind beobachten.
Gegen 8 Uhr flaute es auf 6-7 m/s ab und wir beschlossen es zu versuchen.
Leider kamen wir für unsere geliebte Köhlerecke zu spät, so dass wir dort "nur" noch 8 Stück erbeuten konnten. Danach fuhren wir mit funktionierendem Echo!!!!!!! durch die kleine Bucht und machten uns auf Dorschjagd. Leider zogen die heute ständig durch die Bucht, so dass wir wild hinter denen herjagten, um sie irgendwann zu erhaschen.
Allerdings gingen uns nur noch Jungfische an den Haken, so dass wir gegen Mittag reinfuhren, um uns auf die Abreise vorzubereiten.
 
Fazit unserer ersten Norge-Reise:

Landschaftlich der Oberhammer. Du sitzt bei Windstille und Sonnenaufgang in Deinem Boot mitten auf dem Fjord. Fast Totenstille und über dir kreist ein Adler!!! Sowas vergisst Du nicht!
 
Mit funktionierendem Echolot, wäre an manchen Tagen mit Sicherheit mehr drin gewesen, aber es sollte wohl nicht sein! Wir haben uns tapfer geschlagen und treten trotzdem recht zufrieden unsere Heimreise an.
 
Viele Erkenntnisse nehmen wir mit nach Hause, um beim nächsten Norge-Besuch erfolgreicher zu sein. Denn der ersehnte Dorschklopper blieb leider aus. Ebenso wie alle anderen "Großen", da die erst mit den Heringen in die Fjorde kommen.
 
Jeden Tag musste ich 2x den Berg des Leidens erklimmen und habe meine Fitness spürbar gesteigert, so dass ich ab Tag 4 die komplette Strecke ohne Pause geschafft habe.
 
Ich hatte viel zuviel Gerödel mit, was ich im Sommer vielleicht hätte gebrauchen können, zu dieser Jahreszeit war es entschieden zu viel und zu aufwendig.
 
Wir haben alle unseren ersten Traum-Leng erbeutet und haben lecker Schellfisch- und Seelachsfilet für Zuhause.
 
Langenuen ist aufgrund der Strömungen und der zeitweisen starken Winde nicht einfach zu beangeln, aber hochinteressant!
 
An Long John:
Glaube mir, nimm nicht zuviel Gedöns mit.
Schlanke Pilker in 200 – 750 g um schnell auf den Grund zu kommen, mit Fischfetzen dran, lang und schmal, ideal für Leng und Lumb!
Silver Shell Pilker für die flachen Bereiche -mit Gummis bin ich hier leider gar nicht glücklich geworden!
Einzelhaken mit kleinen Maks
Heringe oder Makrelen (im Fjord sind noch keine zum fangen!!)
HERINGSVORFÄCHER zum Pilken !!! Die von Fischerman´s Partner halten locker voll belegt mit allen Haken 50-60 cm Köhler aus!! Und nimm pro Tag 1 Vorfach Haken biegen sich doch mal auf, wenn sonne Raketen da abgehen!
Ansonsten, lass Dir von Ingo Stellentipps geben und habe Geduld an den Kanten.
 
Ich geh jetzt Packen und freue mich auf mein Zuhause.
Unbedingt danken möchte ich noch ein paar Leuten, die mitgeholfen haben, damit ich trotz aller Widrigkeiten einen geilen Norge-Urlaub hatte:
 
Hendrik (Baitcaster)
Danke für die Ruten!! Haben mir sehr geholfen und das mit der Schnur hab ich in Griff bekommen!
Mirco (Boot Angler) von Fisherman´s Partner Lübeck
Danke für die ganzen Tipps und für die Top-Kleinteile! Hatte nichts, was schwächelte! Hammer vor allem Eure Pilk-Heringsvorfächer!! Voll belegt mit den beschriebenen Köhlern, hatten die schon mächtig zu tun, aber nicht ein Vorfach ist gerissen
Allen Membern für die Online-Tipps.
 
Wünsche Euch allen weiterhin viel Petri und nochmals Danke fürs Lesen, die Glückwünsche und das Mitfiebern

Uwe

Soooo,
 
endlich Zuhause angekommen und mich auch wieder eingelebt!
Am liebsten würde ich sofort wieder zurück an "meinen" Fjord.
Schon in Stavanger ging mir der Lärm und die Hektik mächtig auf die Nüsse!
Zuhause erst recht, nur Alarm, ständig Telefon, ständig irgendwelche Stimmen um Dich rum.... nur Lärm und Hektik.... ich will hier wieder wech!!
Nu aber Schluss mit Jammern, bin Euch ja noch ein paar Bilder schuldig.

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