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30.07.2010
15:53

Pollack am leichten Gerät

Gute Alternativen für windige Tage, stellen uns Karin und Uwe Schönfeld vor. Sie waren in Nautnes und haben gute Tipps mitgebracht.

Lesen Sie hier ihren Bericht.

In Juni diesen Jahres waren meine Frau Karin und ich wieder einmal in Westnorwegen in der Region Oygarden in der wunderschönen Anlage Nautnes-Fiskevaer. Dieses Gebiet im Hordaland besteht aus vielen kleinen Inseln mit vorgelagerten Schären auf der westlichen Seite und dem Hjelte-Fjord auf der östlichen Seite. Anglerisch bietet die Region eine Menge, angefangen vom schweren Natürköderangeln bis zum leichten Spinnfischen. Leider ist das Gebiet sehr windanfällig. Vor allem bei südlichen und nördlichen Winden ab einer Windstärke von 9 ms ist es ratsam Schutz zwischen den Schären zu suchen. Wie es nicht anders sein konnte, hatten wir in diesem Jahr auch sehr windige Tage, die das Angeln auf dem offenen Meer oder dem Fjord fast unmöglich machte. Als „Schlechtwettervariante“ hatten wir vorsorglich leichte Spinnruten mitgenommen um es mal auf Pollack zu versuchen. Wie wir es aus diversen Angel-Magazinen  kannten, versuchten wir es mit kleinen Pilkern und diversen Meerforellenblinkern .

Karin Schönfeld mit strammen Pollack

Die Erfolge waren aber eher schlecht als recht. Wir angelten an allen möglichen potentiellen Pollack Standorten, z.B. an steil abfallenden Felswänden und Tangfeldern. Wir fingen auch diverse Fische, aber es war eher die Kinderstube der Familien Köhler und Dorsch. Ein weiteres nicht unerhebliches Übel, war der enorme Köderverlust, der vor allem beim Angeln in der Nähe von Tangfeldern  zu verzeichnen war. Wer schon mal mit einem Drilling-bewehrten Köder einen „Hänger“ in den Tangblättern hatte, weiß wovon ich rede. Es ist kaum möglich den Köder zu lösen.

Durch einen begeistertes Pollack-Angler Pärchen, die wir vor Ort kennengelernt hatten, wurden wir auf den richtigen Weg gebracht. Zu unserem Erstaunen brachten sie immer gute Fische mit, wenn wir wieder einmal den „Fischkindergarten“ besucht hatten oder völlig „Schneider“ waren.
Von hier aus viele Grüße an Carola und Willi Reiser aus Würzburg.

Der Weg zum Erfolg war das sehr leichte Angeln mit Weichplastikködern. Ich hatte zufällig noch einige Gummifische aus meiner Zanderkiste eingepackt und versuchte diese Angelmethode. Der Erfolg war einfach überwältigend. Wir verwendeten Gummifische von 6 bis 12 cm Länge und Jigköpfe vom 7 bis maximal 21 Gramm. Bewährt haben sich vor allem langsam sinkende Gummiköder mit integriertem Bleikopf in den Farben blau und weiß. Auch normale Gummifische mit einer natürlichen Farbgebung, z.B Makrelen- oder Sardinendekor sowie die Farben schwarz und weiß waren sehr erfolgreich.

Wir angelten hauptsächlich in Tiefen zwischen 5 bis maximal 30 Metern. Die bevorzugenden Standorte der Pollacks waren neben den allseits bekannten Steilkanten vor allem Tangfelder. Diese Tangfelder sind häufig an Feldvorsprüngen, an Untiefen und auf Unterwasserplateaus zu finden. Aufgrund der Einzelhaken der Gummiköder war die Hängergefahr wesentlich geringer als mit den zuvor verwendeten Pilkern oder Meerforellenblinkern. Die Köderführung war auch nicht ganz so, wie ich es zuvor gelesen hatte. Eine ruhige, eher langsame Köderführung war wesentlich erfolgreicher als das schnelle Führen der Köder. Sehr viele Bisse erfolgen bereits in der Absinkphase. Die Pollack-Bisse sind sehr unterschiedlich. Die Bandbreite reicht vom leichten Zupfen  bis zu einem sehr brachialen Attackieren des Köders.

Uwe Schönfeld im Drill

Aus diesem Grund hat es eine entscheidende Bedeutung, sich auf sein Gerät zu verlassen. Die Spinnrute sollte mit einer sensiblen Spitzenaktion  versehen sein um auch die vorsichtigen Zupfer zu erkennen. Dennoch muss sie auch genug Rückrat haben um den Fisch bei seinen rasanten Fluchten von den Tangblättern fernzuhalten. Die von uns verwendeten Ruten (Pezon & Michel –Specialist Lure, WG 10 – 40 Gramm) in der Länge von 240 cm, die die oben beschriebenen Kriterien hervorragend erfüllen  sind mit ihren ca. 180 g zudem noch super leicht. Als Rolle verwendeten wir die Luxor SW, ebenfalls von der Fa. Pezon & Michel. Wie die Abkürzung SW bereits sagt, ist die Rolle für die Verwendung im Salzwasser vorgesehen. Das heißt die Rolle ist mit einem Anti-Korrosions-Schutz versehen und hat versiegelte Kugellager. Die fein justierbare Bremse arbeitet absolut ruckfrei und ist zusätzlich mit einer Dichtung, die das Eindringen von Salzwasser vermindern soll, versehen.
Die Rolle sollte mit einer möglichst rund geflochtenen Schnur der Stärken 0.08 – 0,12 mm bespult sein. Eine gute geflochtene Schnur mit geringem Durchmesser ist mit eine Voraussetzung, dass die doch recht leichten Köder auch die entsprechende Tiefe erreichen. Sehr wichtig ist meiner Ansicht nach ein Stück Fluocarbon  oder ggf. monofile Schnur vorzuschalten.

Mit dieser leichten Angelmethode haben wir selbst bei sehr windigem Wetter, bei dem die meisten Angler in ihren Unterkünften blieben, immer wieder erstaunlich gute Fänge an windgeschützten Stellen machen können.

Also probiert es aus und der Erfolg wird nicht lange auf sich warten lassen.

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  • 1 Kommentare
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Geschrieben von Karola und Willi
am
02.08.2010
um
19:14
Uhr

Pollack an leichtem Gerät

hallo karin und uwe,
wir haben uns sehr über euren bericht gefreut,
dem ist ja an technik nichts hinzuzufügen, einfach klasse und zutreffend, überhaupt haben wir uns gleich in unserem urlaub zurückversetzt gefühlt, ach übrigens: wo ward ihr denn beim frühstück auf der fähre, leider haben wir uns dann ja verloren, bitte kontakt aufnehmen über e-mail (ist bei heiko hinterlegt für euch), wir haben heute für nächstes jahr wieder gebucht und ihr?
ganz liebe grüsse aus würzburg
karola und willi


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Pollack an leichtem Gerät

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