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15.09.2008
00:00

Angelurlaub 2008 bei Jessika und Ann- Sophie in Kvalheim Fridit

Drei auf einen Streich
Zwei Jahre nach der Idee und der Planung war es so weit. Mit Freunden und deren Familien die in Sachsen, Bayern und Niedersachsen wohnen soll der gemeinsame Angelurlaub nun endlich beginnen.
Die Vorbereitung war nicht ganz einfach da die Ferien der Kinder unterschiedliche Anfangszeiten hatten. Also blieben uns nur zwei Wochen wo sich die Ferien überschneiden.

Am Donnerstag, 07.08. 2008 um 10.00 Uhr war Start von Osnabrück in Richtung Norwegen. Leider fehlte die Familie aus Bayern, der gute liebe Renault von Jörg hustete kurz vor Hammelburg eine Glühkerze in die Motorhaube! Gut das wir die Anreise einen Tag eher bei mir geplant hatten. So konnte das Fahrzeug wieder flott gemacht werden. Einen Grossen Dank an das Werkstattteam Keller in Hammelburg (Renaultvertragshändler) hier wurde voller Einsatz und ein super Service geleistet.

Mittlerweile waren die Bayern schon an Hannover vorbei und in Richtung Hanstholm zur Fähre unterwegs. Wir sind dann auch mit unseren völlig zugepackten Fahrzeugen gestartet. Galle und Ich waren die Versorgungsfahrzeuge, man braucht schon was, 14 Tage Vollverpflegung für 19 Personen. Wir mussten in Norwegen kein Geld mehr für Lebensmittel ausgeben.

An der letzten Tankstelle in Deutschland haben wir uns mit den Bayern getroffen. Nun fehlte nur noch Workoholiker Atze mit seiner Familie aus Sachsen, der wieder mal bis zur letzten Minute arbeiten musste. In Dänemark zum letzten Stopp vor der Fähre hatte auch er uns eingeholt und wir waren vollständig. Super Wetter bis Hanstholm und dann ging es los, es hat geschüttet wie aus Eimern, man stand bis zu den Knöcheln im Wasser, Seitenfenster am Auto runterlassen ging nur mit Regenschirm. Toll das geht ja gut los dachten alle. Um 23.30 ging es dann auf die Fähre und in die Kabinen. So jetzt noch schnell einen Schlaftrunk und pennen.

Am nächsten morgen haben wir uns auf Deck bei Sonnenschein und Warmen Temperaturen getroffen. Es war einfach nur klasse super Wetter um gute Fotos zu machen. Familien die das erste mal nach Norwegen reisten waren vom Land der Fjorde begeistert. Um 16.00 Uhr hatten wir Bergen erreicht. Also runter von der Fähre und auf nach Kvalheim.
Na ja, zwei Fahrer mussten ausgetauscht werden bevor es los ging. Die ruhige Überfahrt hatte die beide gezwungen zu lange von den Getränkevorräten zu naschen.

18.00 Uhr war es dann so weit, wir sind in Kvalheim Fridit angekommen. Wir wurden von Jessika schon erwartet. Kurze Einweisung in den Häusern und Booten, dann wurden alle Klamotten ausgepackt, Angelzeug, Getränke, Lebensmittel, Frauen und Kinder nicht vergessen, auf zum Angeln. In Kvalheim Fridit kann man sehr bequem vom Balkon aus angeln wenn es die Häuser direkt am Wasser sind.

Um Köderfische mussten wir uns keine Gedanken machen es waren Makis im Überfluss da. Leider waren die ersten beiden Tage sehr verregnet, das war aber allen klar, weil in dieser Region der August 16 Regentage hat. Dazu kam 6-10 m/s Wind also nur im geschützten Gebieten fischen. Wir hatten 3 Boote a 18.3 Fuß mit 9,9 PS Motoren gemietet. Echolot hatte ich mein eigenes, mit Saugnapfhalterung angebaut. Es hat sich rausgestellt das es bei diesem Wellengang nicht von Vorteil ist den Geber an der Seite oder am Heck zu befestigen, Ständig reist der Kontakt zum Untergrund ab. Das hat mich echt genervt.

In den ersten Tagen waren wir im Tiefenbereich von 50 bis 100 Meter am fischen. Von unseren Booten wurde zu 95% nur mit frischen Naturköder geangelt also mit Makis. Gefangen wurden Makrelen, Lump, Schellfisch, Pollack, Rotbarsch, Köhler, Lippfisch, Knurrhahn, Dornhai, Dorsch und Leng.
In der ersten Woche konnte jeder ein paar schöne Filets einfrieren, das meiste davon war Lump und Schellfisch außer Torsten der fing einen Dorsch nach dem anderen. Mittlerweile hatte Torsten, dem im Frühjahr zum „Dorschkönig gekrönten Galle“ vom Königstuhl geschmissen. Torsten fing unmittelbar vor unseren Häusern einen guten 70- er na was schon
natürlich Dorsch.

Im Schlachthaus traf man sich und beschnupperte die Fänge der anderen, Fachsimpelte, trank das eine und das andere Bier. Auffällig war eine Gruppe aus Chemnitz, immer wieder Fische an der Metermarke, Rotbarsche um die 40- 50 cm. Im Camp TV ist uns diese Gruppe auch schon aufgefallen mit einem Leng 136 cm und 11 Kg. Wir waren gerade am Räuchern (Makrelenröllchen gefüllt mit Zwiebeln und Frischen Kräutern) als ein paar Jungs ganz aufgeregt mit Kamera an uns vorbei rasten. Oh hier bringt jemand was nicht so alltägliches mit aus dem Meer.

Natürlich die Chemnitzer mit einem Leng in der 140er Klasse und sehr schöne Rotbarsche. Im Gespräch bei einem frisch geräucherten Makrelenröllchen erzahlten uns die Jungs wo sie gefischt haben. Am Leuchtturm, ja da sind wir auch schon gewesen sagte Micha, nein nicht direkt am Leuchtturm sondern sehr nah an der Fahrrinne. Die Linien der Schifffahrtsstrasse sehen wir immer auf dem Kartenplotter, das Plateau ist in einer Tiefe von 139 – 170 Meter. Sie zeigten es uns auf der Karte am Schlachthaus.

Am nächsten Tag bin ich zu Ann- Sophie und wollte ein Echolot ausleihen, leider war der Geber am Boot defekt! So ein Schei…. benhonig! Dann habe ich hier noch das Boot von den Chemnitzern die reisen heute ab, sagte Ann Sophie zu uns, das könnt ihr morgen 9.00 Uhr haben! Na super, das gibt Spaß mit den anderen, ab Morgen brauchen Micha, Jörg und ich nur noch 5 Minuten bis zum Angelplatz. Boot mit 50 Peese, Seekarte und Fischfinder, wie sich später rausstellte war das die richtige Entscheidung.

Samstag um 9.00 Uhr wahren wir dann bei Ann- Sophie das Boot tauschen. Sie sagte uns dass wir mit dem Wetter weiterhin Glück haben werden, wenig Wind und kein Regen.
Wir hatten bis auf zwei Tage nur Sonnenschein und mäßigen Wind. Ann- Sophie gab uns noch einen Tipp, fahrt doch mal auf das offene Meer. Sie zeigte uns auf der Karte Plateau die von Ihr selber gern befischt werden. Mit dem 50 PS starken Boot waren es nur 20 min Fahrtzeit bis zu diesen Angelgebieten. An diesem Tag haben wir gut gefangen, Schellfisch, Lump, Leng und Rotbarsche. Gern hätten wir auch mal einen Seeteufel, Steinbeißer oder was Plattes gefangen. Diese Spezies blieb uns in diesem Urlaub verwert.

Am Montag hatten wir über Ann- Sophie eine Fahrt mit Guid gebucht, ein erfahrener Fischer hat uns mit dem Boot von Jessika und Ann- Sophie auf das offene Meer gefahren.
Wir fischten in einer Tiefe von 70 – 150 Meter. Tiefer ging nicht weil zwei Jungs von uns leider nur noch 350 Meter auf der Spule hatten. Mit der Drifft und dem leichten Wind so wie zu wenig Blei haben manche Leute gut 300 Meter Schnur abgespult um Kontakt zum Grund zu haben.

Mit dabei waren Jörg, Torsten, Olaf und ich! Der erste Angriff war bei mir gleich richtig heftig. Sollte der Traum von einem Meterfisch in Erfüllung gehen? In der Zeit als ich meine 160 m hoch gespult habe hatte ich echt Adrenalin Schübe. Und dann waren sie da, zwei Dornhaie! Zusammen gemessen war es über ein Meter Fisch aber eben zwei Fische! Mein Vorfach habe ich dann auch gleich wechseln können, dass sah aus wie ein Korkenzieher.

Neben mir bog sich die Rute von Torsten mächtig in Richtung Wasseroberfläche, das sah gut aus und wir warteten ganz gespannt auf seinen Fisch. Wer aufmerksam den oberen Teil gelesen hat weis was jetzt kommen muss, ein „Dorsch“ was sonst. An diesem Tag haben wir den Maurerkübel wieder dreiviertel voll gefischt! Das bedeutete wieder Überstunden im Schlachthaus zu Kvalheim Fridit.

Am Dienstagmorgen bin ich bei Zeiten aufgestanden um Frühstück zu machen und unsere Bootsbesatzung zu wecken unter der Besatzung gab es einen Typen der immer sehr langsam war und schnell Müde wurde. Also immer eine Schippe Kohle mehr auflegen sonst wird es Mittag bis wir auf dem Wasser sind.

Nach einem guten zügigen Frühstück runter zum Boot und los! Unser Ziel das Plateau am Leuchtturm. Schnell ein paar frische „Makis“ an der ersten kleinen Insel fangen und ab zum Plateau. Die Brühe lief gerade voll und war am Scheitelpunkt angelangt als wir am Angelplatz waren. Wir hatten Sonnenschein und leichten Wind 3-4 Meter pro Sekunde, also alles im grünen Bereich. An diesem wunderbaren 19. August 2008 fing unser „Spidi Michael“ als erstes „einen Lump“. Kurze Zeit später fing Michael wieder einen Lumpen. Und Ihr werdet es nicht glauben beim nächsten ablassen hatte Micha wieder einen Biss, und immer noch die erste Drifft, es war ein Lump.

Jörg und ich machten Witze über Micha, wir nannten Ihn „ Lumpen Hauptmann von Kvalheim“ na ja das fand er nicht so lustig wie wir. Bei unseren Ausflügen bekommt jeder sein Fett ab, ich wurde an Bord der „Faule Angler“ geschimpft nur weil ich mit einer WFT Electra HP gefischt habe. Dabei hätten die zwei sich bei mir bedanken müssen! Da ich mein Gerödel sehr schnell wieder an Bord hatte, konnte ich mich um andere kleine Aufgaben kümmern wie Köder zurecht schneiden oder einige schlaue Sprüche machen über die 500 Fuß Schnur die Jörg und Micha noch aufspulen mussten.:)

Nach dem wir das Boot wieder in Position gebracht hatten und unsere zweite Trifft anfingen merkten wir dass die Strömung mächtig zu genommen hatte. Also das Gerödel wieder hoch holen. Wir haben dann von 500g auf 800g Blei erhöht und ab nach Unten. Ein paar Minuten später murmelte Jörg zu mir rüber „Schei… benhonig ich habe ne Hänge“ also kurz Rolle auf und wieder anziehen. Er wollte gerade aufmachen als sich der Hänger mit harten Schlägen wehrte. Die Rutenspitze bog sich zum Halbmond und keine Schnur mehr auf der „Senator Rolle“ egal hoch mit dem Fisch. Jörg pumpte gute 30 Minuten er hatte noch gut 25 Meter Schnur aufzuspulen da kam die Schnur allein nach oben. 25 Meter vor dem Boot sahen wir ein weises U-Boot mit einem roten Sack am Maul. Ich stand schon mit dem Gaff in Position als Jörg seinen ersten Läng über einen Meter an das Boot gezogen hatte.

Die Freude war riesig! Für Jörg und Micha der ersten Angelurlaub in Norwegen und so ein schönes Exemplar gefischt. Wir konnten es nicht mal begießen da keiner von uns eine Blechwurst eingepackt hatte. Egal weiter fischen war angesagt. Micha und ich hatten bereits unsere Ruten neu bestückt und zum Grund geschickt als sich bei Micha die Rute zum Halbmond verbog, kurz nach oben angeschlagen und auf nach oben.
Nach gut 5 Minuten war der Zauber vorbei, „abgerissen“. Er holte sein Gerödel hoch, Seitenausleger (Metal) verloren. Micha nahm es mit Humor, er sagte zu uns: Jungs der da unten mit der riesigen Zahnspange das ist meiner! Er hatte es noch nicht ganz ausgesprochen als meine Rute krumm wurde, jetzt bloß keine Hektik ganz ruhig Uwe! Und der Motor der WFT bleibt aus; hörte ich sehr laut von beiden Seiten. Also habe ich meinen Leng mit der Kurbel nach oben geholt. Es lief genau wie bei Jörg ab, Kampfstark bis auf 50 Meter und dann ziehst du nur noch was Schweres aus dem Wasser. Die Ruten der beiden lagen im Boot, Jörg hat sicher das Gaff eingesetzt und den Leng ins Boot gezogen.

Also weiter geht’s Ruten neu bestücken Plateau neu anfahren und ab nach unten. Ich glaube das Jörg einmal das aufkommen des 800 g Bleis gespürt hat als er den nächsten heftigsten Angriff parieren musste. Bum und fest Micha und ich holten schnell unsere Ruten nach oben. Nach zehn Minuten musste Jörg aufgeben sein vor vier Wochen gebrochenes Schlüsselbein machte sich bemerkbar. Ich übernahm seine Angel und pumpte noch gute 20 Minuten bis wir ihn an der Oberfläche hatten. Es war ein unglaubliches Gefühl für uns alle.

Wir haben die drei Lengs innerhalb einer Stunde gefischt. Der Wind nahm zu und die Trifft wurde immer stärker, ich fragte die Jungs ob wir abbrechen und zur Unterkunft fahren wollen. Micha: nur noch eine halbe Drifft, bitte eine halbe Drifft. OK eine halbe Drifft, ich steuerte das Boot wieder an die Kante vom Plateau. Micha wir sind da, las runter Dein Gerödel! Er hatte einen Fitz im Vorfach der war vom aller feinsten, egal Makis auf den Haken und runter mit dem Zeug. Jörg und ich hatten unsere Ruten schon ins Boot gepackt. Micha bekam seinen Anbiss, als wir sahen daß er in seinen Bart murmelte wussten wir, es wird ein Lump. Danach ging es in den Hafen kurz vor dem Haus Aufstellung genommen und den Fang zeigen. Schubkarre Hohlen und zum Messen und Wiegen!


Wir staunten nicht schlecht, den Meter Fisch hatten wir bei weiten geschafft.
Erster Leng 143 cm 16 kg
Zweiter Leng 140 cm 14 kg
Dritter Leng 147 cm 18 kg

Und endlich gab es unsere wohl verdiente Blechwurst.

Am nächsten Tag sind wir wieder zum selben Plateau aufgebrochen, Micha und die anderen wollten noch nachlegen! Wir hatten wieder gut gefangen aber nicht in dieser Größe.

Am Donnerstag war unser letzter Fischzug angesagt. 8.00 Uhr ging es raus zum Leuchtturm
wieder ans selbe Plateau, wir hatten Bedingungen wie am Dienstag. Wind und Drifft waren gleich. Das erste mal Bodenkontakt und meine Rute wurde krumm, es war ein schöner Lump von 5 kg. Kurz darauf fing Micha den zweiten Lump. Angeln hoch und zur zweiten Drifft.
Micha hatte sein Gerödel schon zum Grund geschickt, wir waren noch am bestücken der Hacken. He Jungs; last Euren kram oben ich hab was Großes!
300 Meter Schnur waren von der Rolle, 800 g an Blei an seiner Rute und ein Hammer Anbiss! 35 Minuten Später und gute 40 Meter vor dem Boot kreisen Möwen um etwas Weises.
Micha; Uwe mach den Motor an und fahr da hin! Also los mit kleiner fahrt dem Fisch entgegen. Micha hat seinen 147 cm 17,5 Kg Leng gefangen. Nach dem wir den Leng im Boot hatten haben wir aufgehört zu fischen, das sollte der letzte in diesem Urlaub sein. Michas Mundwinkel hingen 24 Stunden lang an seinen Ohren.

Ein super Urlaub in Kvalheim Endete wie ein Märchen für uns. Ann- Sophie und Jessika stellten die Fotos gleich in das Camp TV und Mittlerweile sind wir auch auf der Seite www.Angelreisen.de unter Kvalheim mit zwei schönen Bildern zu finden.
Vielen Dank Ihr zwei für die gute Betreuung und den super Service. Einen Größen Dank möchte wir an das Team Angelreisen in Hamburg für die Super Betreuung während der Vorbereitungen aussprechen.

Mit freundlichen Grüßen
Michael, Anja, Lukas, Anne,
Jörg, Josephine, Julia, Sidney
Olaf, Mareen, Tommy,
Karl- Heinz, Kathleen
Axel, Felix
Frank, Torsten
Sandra und ich

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