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06.07.2009
00:00

Angelurlaub Westnorwegen: Der aufgebogene Drilling....

Hallo Sportsfreunde,

seit gestern bin ich nun (leider) wieder in Deutschland. Hinter mir und meinem Kumpel Torben liegen 2 Wochen (vom 27.04.-11.05.09) TOP Angelurlaub, den wir in auf Smøla/Smöla in dem Örtchen Råket/Raket verbracht haben. Ein sehr interessantes Revier mit einer großen Artenvielfalt und top Fischen- u.a. 3 Heilbutts, Schellfisch, Krurrhahn, Lippfisch, viel Dorsch, Pollack, Köhler.......-aber dazu später mehr.

Die Anreise aus Gifhorn war schon Urlaub und sehr entspannend, da ich am Samstag bis Sonntag erst nen Kumpel in Kiel besucht habe und wir meinen Urlaub bei ein paar Bierchen gefeiert haben. Sonntag bin ich weiter zu meinem Angelkollegen Torben nach Niebüll. Der Abend wurde bei Bierchen mit Seekarten-studieren und Heilbutt-Fieber 2 schauen verbracht. Am Montag Mittag sind wir locker nach Frederikshavn gedüst und um 18:30Uhr auf die Fähre Richtung Norge. Die Fährfahrt war wie immer nett und witzig. Der Urlaub wurde dann mit dem Buffet so richtig eingeläutet. In der Vergangenheit sind wir nur Kiel-Oslo Verbingung gefahren, aber ich würde mich in Zukunft wieder für die Verbindung Frederikshavn-Oslo entscheiden. Günstieger und aus Mittelnorwegen ist die Abreise durch den Abfahrtstermin (19:30Uhr) der Fähre entspannter, da man tagsüber durch Norge fährt.

Am Montag Morgen um 7:30Uhr ohne Kontrolle den Zoll in Oslo passiert und dann hieß es nur noch km reißen. Die Strecke wurde landschaftlich schön, als wir die E6 bei Oppdal auf die 70 bzw. später die E39 verlassen haben.
Um nach Smøla zu gelangen muss man ersteinmal richtig "Kohle" lassen-Tunnel nach Flatsetöya (ca. 100NOK), Fähre von Seivika nach Tommerväg (ca. 100NOK) und dann noch von Tustna/Sandvik nach Smöla/Edöya (ca. 100NOK)-aber ok kostet ja alles Geld. Gegen 18:30Uhr sind wir dann in der Anlage angekommen und wurden von der Betreuerin eingewiesen.
In der Gegend sind sehr viele Untiefen und viele Pricken, was das sichere Navigieren nicht gerade einfach macht. Also zum Glück sind wir seit einigen Jahren mit einem Kartenplotter ausgestattet, was ich nur jedem empfehlen kann!

Zur Anlage: Das Haus besteht aus zwei getrennten Wohnungen für je 4 Personen. Die Wohnung ist in einem neuen und für norwegische Verhältnisse sehr modern gebaut und eingerichtet. Die Wohnung hat einen schönen Balkon, von dem man aus den Hafen überblicken kann.

Die Unterkunft bzw. die Schlafzimmer sind für je 2 Personen ausgelegt, was aber aus meiner Sicht doch sehr eng werden wird.
Das Filetierhaus hat nur 2 Plätze zum Filetieren (leider kein Bild gemacht) und hatte zum Zeitpunkt unserer Ankunft keinen festen Wasseranschluss und auch kein Licht. Glücklicherweise waren wir die zwei Wochen die einzigen Gäste in der Anlage. Die Wasserversorgung wurde mit einem Gartenschlauch um die Ecke sichergestellt. Im Laufe des Urlaubs wurde dann ein "fester" Wasseranschluss gelgt und auch für Licht wurde gesorgt-ein Halogenscheinwerfer mit fehlerhafter Erdung oder Kurzschluss im Gehäuse-was sich durch ein "leichtes" Prickeln in den Händen beim Filetiren äußerte, wenn der Strahler auf der Edelstahlspühle stand.

Das Boot war in einem sehr guten und neuwertigen Zustand. Der 30Ps Motor lief sehr gut und sparsam. Mit zwei Personen sehr gut zu beangeln. Es fehlten Rutenhalter und auch der Stauraum war doch recht gering- glücklicherweise haben wir unsere eingenen Rutenhalter mitgebracht. An Board war neben einem Feuerlöscher auch 3 ersatz Zündkerzen und der dazu gehörige Kerzenschlüssel vorhanden!
Den Bootstank muss man selber betanken, in dem man den Kanister in den Kofferraum wirft und zur Automatentanke in ca. 700m Entfernung fährt. Also Kreditkarte nicht vergessen!

Nun zur Angelei:

Gefangen haben wir überwiegend viele Dorsche in einem Standardmaß von 60-70cm. In den ersten 3 Tagen hatten wir traumhaftes Wetter- gefühlte 30°C und kein Wind! Wir hatten eine Untiefe von minimal 7m Wassertiefe angesteuert, welche von ca. 30m umgeben war. Sichtweite in Wasser ca. 10m. Unglaublich, aber wir haben schöne Drosche (ca. 60-70cm) auf Sicht gefangen! Als ich über die Bordwand ins Wasser geschaut habe, habe ich den Gummifisch im Wasser gesehen. Plötzlich interessierten sich einge Dorsche für unsere Köder. Es dauerte eine Weile, doch dann attakierten sie die Köder. So etwas hate ich noch nicht erlebt-unglaublich! Die größten Dorsche die wir in diesem Urlaub gefangen haben hatten bis zu 93cm.

Aber auch schon fast "kapitaler" Schellfisch ging an die Rute



Torben der Pollack-Experte und Gummifisch- bzw. Spinnfreund konnte es ncht lassen und hatt mit großem Erfolg einige schöne Pollacks verhaften können.


Auch Köhler (wenn auch schlank) waren schon an den Untiefen vorhanden.


Bei dem guten Wetter und dem Ententeich haben wir natürlich auch nen Tiefseeangelversuch zwischen 150-200m gestartet. Aber es war die "Hölle". Kaum war der Naturköder am Grund und schon war nen Fisch dran-ok kann man denken, doch es waren nur Lumbs unter 60cm vertreten. An vernünftige Lengs garnicht zu denken-auch nicht 5-10m über Grund! Und was nützen Dir Fische die man nicht weidgercht zurücksetzen kann und für die Küche auch ncht verwerten kann-also nix! Und wenn ich überlege, haben wir 70cm Lumbs an der Spinnrute mit 50g Pilker in 40-60m Tiefe gefangen-also warum die Pumperei mit 500g Grundgewichen anstellen wenn es auch leichter geht ;-) Das wars dann auch mit unseren Tiefseeversuchen!-soll nicht heißen das da nix geht.


Nach den ersten Tagen kam Wind auf, so das wir in Landnähe geangelt haben. Beim Pilken mit der Spinnrute und 60g Pilkern in ca. 20-30m Tiefe und Sandgrund ging mir ein Heilbutt von guten 4kg an die Leine.


Kulinarisch haben wir uns auch nicht lumpen lassen. Ab und an gabe es mal einfache Sachen wie z.B. Nudeln und Pizza neben ansonsten wohlschmeckenden Gerichten mit fangfrischem Fisch. Ein Gaumenschmaus: Reker mit Majo und frischem Weissbrot und dazu nen Bierchen.



In der gesamten Angelzeit hatten wir nur zwei Ausfalltage, die wir mit der Spinnrute im Gepäck für Ausflüge auf der Insel sinnvoll nutzten.



Wir besuchten bei Sonnenschein aber viel Wind das Fischerdorf "Veiholmen" an der Nordspitze Smölas.


Ein altes Wahlfangboot oder doch nur die Harpune vorn angebracht?:


Etwa zur Halbzeit des Urlaubs sind wir Aufgrund aufkommenden Windes wieder in Landnähe mit der leichten Spinnrute und leichten Pilkern auf die Pirsch gegangen. Fanggebiet war wieder unter Land, Tiefe ca. 20-50m, sandiges Plato. Plötzlich spürte ich einen leichten Ruck und die Spinnrute war im Halbkreis bis zum Griffstück gebogen-was ist das dachte ich. Fisch auf jeden Fall, aber keine Kopfschläge wie beim Dorsch zu spüren-eventuell nen quergehakter Dorsch?. Der Fisch am anderen Ende der Schrur machte sich einfach nur schwer, entpupte sich dann in einigen Metern Wassertiefe als ein für meine Verhältnisse guter Heilbutt. Die Waage und das Maßband zeigten später 15kg bei 110cm an. Was der Heli an der Angel nicht an Kraft ausgelbt hatte, wurde nach dem Landen dann im Boot nachgeholt. Alte Schei..., hat der da rum randaliet! Warum der nicht die typischen Heilbuttatacken an der Angel gemacht hat?-ich erkläre mir das so: Der Heli hat den Pilker sauber ins Maul genommen und somit konnte ich genug und guten Druck auf den Fisch ausüben. Über diesen Fisch habe ich mich wirklich sehr gefreut.

Und so sieht ein Haken mitlerer Qualität nach einem 15kg Heli aus. Also Leute immer gute Haken kaufen! Dieses Beispiel ist/war mit eine Lehre!


Und so ein 15kg Heli ist super zu verarbeiten. Was da an schönen Filets rauskommt-ungleublich! Zum Vergleich, die Filets daneben stammen von Dorschen mit ca. 70cm länge!


Den Heli hatte ich Vormittags gefangen und in der Zwischenzeit kam dann dann folgendes (Un)-Wetter.


Wie immer hatte uns diese Wolke doch recht rasch uberrascht. Ich drehte mich um und sah diese Wolke "recht" langsam auf uns zukommen-doch aus langsam wurde schnell. Wir also schnell auf den Rückweg in den sicheren Hafen gemacht. 3/4 des Weges hatten wir hinter uns als die Lufttemperatur plötzlich rapiede gefallen ist-um gefühlte delta 10°C. Zur Kälte kam doch recht heftiger Wind bzw. Windböhen und Regenschauer. Die letzen rettenden Meter bis zum Hafen musste der 30PS Außenborder extrem gegen den Wind ankämfpen und ich saß 5cm höher augrund des Kupferbolzens in der Hose ;-) Das war mal wieder ein gutes Beispiel wie schnell das Wetter in Norgeumschlagen kann. So schnell wie das Unwetter gekommen war ist es aber auch wieder vergangen. 10min nach dem wir im Hafen waren, war der Spuk auch schon wieder vorbei.
Trotzdem blieben wir erst eimal im Hafen um den Fisch zu verwerten und ein schönes Mittagessen zu zubereiten. Der anschließende Mittagsschlaf durfte auch nicht fehlen ;-). Gegen Abend entschlossen wir uns "gezielt" auf Heilbutt an den Stellen zu gehen, wo ich in der Vergangenheit die zwei Heilbutts gefangen hatte. Also wieder alle Sachen gepackt und rein ins Boot. Gefischt haben wir mit 130g Gigant Jighead von Volker D. und ca. 20-25cm Gummifischen. Da wir eine doch recht schnelle Drift hatten mit einigermaßen hohen Wellengang, war eine extra über die Rute ausgeübte Köderführüung nicht notwenging.
Uns so sieht entspanntes Heilbuttangeln aus;-):


Bei der ersten Drift hatte mein Kumple Torben plötzlich einen heftigen Biss in der Rute verspürt-hm doch nur ein Fehlbiss?. Doch plötzlich die zweite Atacke und die Inliner war krum und bei der Avet MX in heftiger Bremseneinstellung schnell gefühlte 50-90m Schnur von der Rolle in heftigen Fluchten gerissen. EINDEUTIG-das muss ein guter Heli sein! Also ich schnell den Driftsack reingehohlt und die Videokammera startklar gemacht-doch plötzlich-ping-Schnurbruch. Ihr könnt Euch ja nun vorstellen was wir für Fressen im Boot gezogen haben und Stimmungsfördernt war die Erfahrung nun auch nicht gerade ;-(. Im Nachhinein das Gewicht bzw. die Größe eines verlorenen Fisches zu schätzen ist immer schwierig, aber das war wirkich nen SEHR GUTER Heli!
Aber egal und weiter ging es. Kurz vor Ende der Drift und schon fast schläfrig vor langweiligen auf die Rutenspitze schauen hatte ich eine heftige Atacke auf meinem Gummifisch. Meine leichte Rute krümmte sich und bei meiner Avet SX spulen sich einige Meter Schnur ab. Wieder nen Heli! Nach diversen Fluchten konnten wir nen Heli von 14kg und 107cm erfogreich landen.


Alos für meinen Geschmack einfach genial was in den zwei Wochen an Heilbutt abging-3 gelandete Helis von 4, 14 und 15kg (den verlorenen von Toben nicht zu vergessen) und wir waren in "Mittelnorwegen" und nicht im hohen Norden. Ich denke wenn man die Stelle stärker mit Gummi befischt hätte, wäre noch mehr gegangen. Der Fangplatz der Butt´s waren mehrere Sandplatos mit ca. 20-40m Wassertiefe zwischen Untiefen von ca. 8-10m (Gebiet Lyngöya, Varde Hjort, Leikua, Humma-hlne) Also an dieser Stelle-diesen Urlaub werde ich nicht so schnell vergessen. Nicht nur wegen der Helis, sondern auch allgemein wegen der sehr guten Fänge!


An einer der letzten Tage hagen haben wir noch mal kulinarisch alles gegeben-Rührei, fangfrischen Heilbutt und Reker-ein FESTESSEN vom feinsten!!!!!!


So, im großen und ganzen war es das schon von 2 Wochen richtig guten Angelurlaub! Zusammengefasst: Nur 2 Ausfalltage die trotzdem gut mit Erkundungen angelegt waren, viel guter Fisch und dazu 3 gelandeten Heilbutts. Diesen, wie auch die vergangenen Norgeurlaube weden ich diesen sicherlich nicht so schnell vergessen! Eine Reviererleuterung gibt es die Tage wenn ich mein Agelgerät gepflegt im Keller verstaut habe und meine Wohung auf sauberen Stand ebracht habe ;-)


So, na denn.........Viele Grüße Roland und Torben


Fangplätze:

Leikua,, Varde, Lyngöya, Hummar-hl-ne: Untergrund: Sand und Tiefen 10-35m: Gefangen Heilbut
Nord/Westlich von Torskhln: Untiefen bei Grunna, Flua, Nubben: Untergrund: Tang-Unrein: Dorsch, Köhler

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