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03.06.2009
00:00

Frühlingsausflug nach Südnorwegen zum Angeln

Norwegen-Frühlingstour 2009 nach Südnorwegen, Furuholmen. Norwegen-Angelforum, Fisch&Fang und Angelreisen Hamburg haben die neue Anlage Furuholmen in Südnorwegen getestet. Trotz schlechten Wetters hatten wir eine Menge Spass.

Ein Angelbericht von Heiko Holzapfel (Norwegen-Angelfreunde)

24. März 2009
Heute noch mal zur Arbeit, danach geht es direkt nach Hamburg zu Andreas.
Das Auto ist schon voll, wurde gestern Abend erledigt. Der Koffer ist gepackt mit vielen warmen Klamotten, denn es ist laut Wetterbericht mit Temperaturen um den Gefrierpunkt zu rechnen. Außerdem soll es auch windig werden… Die Angeln und das Zubehör sind auch verstaut.

Mittags schon mal eine kleine Einstimmung auf das zu erwartende Wetter. Es schneit in Hannover dicke Flocken, dann Hagel und Schneeregen. Endlich ist es 16.00 Uhr - ab ins Auto und gen Norden.

Die Fahrt verläuft ohne Komplikationen, es ist trocken und keine Staus. Vor Hamburg komme ich auf die Idee, meine Koffer schon mal am Treffpunkt „Angelcenter Vögler“in Hamburg abzugeben. Ein guter Gedanke, wie sich noch herausstellen wird… Vor Ort ist auch grad Haiko, der uns morgen früh fahren wird. Schnell die Kisten und Kasten in den Bulli und weiter zu Andreas.

Dort wartet noch Hoddel, um uns die letzten Tipps zu geben. Nach zwei Betthupferln ab auf’s Soffa, um 04.00 Uhr ist Wecken.

25. März
Tatsächlich sitzen Andreas und ich um 04.20 Uhr in meinem Auto, welches voll gepfropft ist mit den Sachen, die Andreas eingekauft hat und persönlich mitnehmen will. Bei Lutz müssen wir noch eine Kiste mit Schweinebraten  und Frikadellen abholen, was die Transportkapazität des Autos an den Rand des Möglichen bringt. Gut, dass ich gestern schon umgeladen hatte.

Viertel vor 5 haben wir alles im Bulli, Julius ist auch da, so dass es losgehen kann. Haiko von „Angelreisen Hamburg“ macht den Reiseleiter und Julius ist der „Fisch-Mann“ mit IslandGuide-Erfahrung und Südnorwegen-Kenner. Das Wetter: kalt, aber trocken. Als wir Bargteheide erreichen, ändert sich dies, es fängt nämlich an zu schneien, der Schnee bleibt auch schon liegen. Mir schwant Übles…

Bis zur dänischen Grenze begleitet uns mal mehr mal weniger dickes Schneetreiben. Gott sei Dank hört es ca. 15 km hinter der Grenze auf mit der weißen Pracht, es ist immer noch kalt, aber wieder trocken. Sehr pünktlich erreichen wir Hirtshals, wo wir auf Markus und Benny treffen, Mitarbeiter von „Fisch und Fang“, die Jungs von der „schreibenden Zunft“.

Noch eine fiese Stunde auf dem Parkplatz bei schneidendem Ostwind, dann werden wir auf die SuperSpeed 1 gebeten. Ein feines Schiffchen, gefällt mir…
Wir marschieren in Richtung skandinavisches Buffet. Auch hier das Angebot gut, schmackhaft und reichlich, dabei aber übersichtlich angeordnet. Im Preis ist Bier, Rot- und Weißwein enthalten, man könnte also, wenn man wollte…

Bei einer Rauchpause im hinteren Teil der SuperSpeed genießen Andreas und ich ein Bilderbuchwetter: blauer Himmel, Sonne – im Windschatten sehr angenehm und gut zu ertragen. Dazu die Einfahrt in den Hafen, die ich zum ersten Mal bei Tag und ohne Regen erlebe.

Nun gut, angelegt, runter vom Schiff und gen Westen. Mein Gefühl: HIER bist Du richtig! Bekannte Orte werden passiert und nach etwa einer Stunde biegen wir in Vigeland links ab und erreichen nach weiteren 5 km Furuholmen.

Magnus, der Besitzer der Anlage, erwartet uns und gibt einen ersten Überblick: Der Kiosk und die Tankstelle werden Ende April geöffnet, ein Frisörsalon auch. Von den etwa 60 Wohneinheiten ist bislang die Hälfte fertig. Die Einrichtung der Häuser ist sehr individuell, weil jedes Haus vom jeweiligen Besitzer eingerichtet wird. Allerdings sind die 8-Betten-Häuser nicht geeignet, acht Angler aufzunehmen, da sehr wenig Platz für das vielfältige Angelgeschirr vorhanden ist. Die Betten sind recht schmal – norwegisch halt.

Genial die Lage: Vor der großen Fensterfront eine Terrasse, dahinter gleich der Holzsteg und die Bootsanleger. Angeln von der Terrasse? Kein Problem!
Der erste Eindruck ist allemal positiv und so begehen wir den ersten Abend mit Pläneschmieden, Gerät fertig machen und gleich mal den ersten  Wurfversuchen, wobei ich doch tatsächlich einen Dorsch an den Haken bekomme. Der wird aber releast.

26. März
Morgens beim Frühstück werden die Boote verteilt. Die Boote sind seetüchtig, uns stehen zwei „Benzinkutter“ und ein „17ft/21hp-Boat“ zur Verfügung. Die Boote sind ausgerüstet mit 15-PS-Viertaktern, was zunächst etwas untermotorisiert klingt, aber völlig ausreichend ist, denn (so Aussage von Magnus) mehr PS bringt nur wenig mehr Geschwindigkeit. Wir wollen ja auch nur Angeln, nicht Wasserski fahren…

Die „Inneneinrichtung“ aller Boote ist aus anglerischer Sicht gut, denn es gibt viel regendichten Stauraum. Durch die hochbordige Bauweise der „Benzinkutter“ ist auch etwas mehr Welle gut abzureiten. Weil Andreas und ich keine Lust auf Schleppen haben, wird uns das Greenboat zugeordnet (Boot 1), Julius und Haiko besetzen Boot 2 und Markus geht mit Benny auf Boot 3.

Planung heute: Boot 2 und Boot 3 schleppen auf MeFo, was durch das Mündungsgebiet der Audnalselva sehr Erfolg versprechend ist, Boot 1 wird den inneren Fjord erkunden.

Andreas lenkt das Boot zu einem laut Seekarte guten Platz, stimmt die Windrichtung ab und dann wird gepilkt, was das Zeug hält. Einzelpilker zwischen 45 gr und 75 gr kommen zum Einsatz. Ergebnis des Tages: zwei massige Dorsche und ein magerer Hering, auch die MeFo-Jäger können nichts Verwertbares melden.

Abends beim Abendbrot wird resümiert: OK- anangeln, aber morgen wird angegriffen… Der Angriff wird aber stecken bleiben, denn es fängt an, kräftig zu schneien.

27. März
Morgens liegt das ganze Land unter einer Schneedecke, bei uns vor der Tür sind es 6 cm. Der Steg ist verdammt rutschig und ein kalter Wind weht. Gegen 10.00 Uhr geht es aber trotzdem raus, kein Schneefall mehr, aber kalter Wind. Heiko und Julius schleppen eine weitere Runde und können, direkt bei der Vorbeifahrt an unserem Haus, eine maßige MeFo fangen.
Markus und Benny schleppen erst und gehen dann über zum Pilken, haben aber keinen nennenswerten Erfolg. Andreas und ich pilken nur, haben dicke Arme und fangen Dorsche, leider fast alle in der Klasse „geht noch zur Schule“; lediglich zwei maßige Dorsche bleiben in der Kiste liegen. Als die Hände und Füße so kalt sind, dass es nicht mehr feierlich ist, brechen
wir ab und fahren rein.

Vigeland wird besucht, denn der Kühlschrank ist so leer wie der Fjord…
Vorher fahren wir noch in die andere Richtung, besuchen Avik und inspizieren zwei Süßwasserseen. Es liegt immer noch Schnee.

28. März
Heute eine Sonderfahrt: Boot 2 und Boot 3 bleiben angeleint, stattdessen werden die vier Besatzungsmitglieder von einem kleinen Kutter abgeholt,  um Pollack-Fanggründe aufzusuchen.

Andreas und ich machen eine Sightseeing-Tour durch die Schären und pilken ebenbei hier und da. Da wir Reker mit hatten, versuchten wir auch, damit den Fisch zum Anbiss zu überreden. Gleich beim ersten Versuch hab ich zwar Kontakt; aber nach 60 Metern Drill steigt das Fischlein aus. Weitere Bisse oder gar Fische bleiben aus - also auch nicht der Brüller…

Unterwegs treffen wir unsere Pollack-Angler, die wegen der doch sehr hohen Wellen nicht sehr weit rausgefahren waren. In der Hoffnung, dass wir von Reker auf Fischfetzen umstellen können, gehen wir längsseits. Leider ist der Pollacktour-Fangerfolg gleich null, kein Fisch wurde gefangen.

Ihr vermisst das Wort „Köhler“? Andreas und ich auch!
Während Andreas ausschließlich den Solopilker badete, versuchte ich es zwischendurch mit verschiedenen Beifängersystemen. Beide Angelarten blieben erfolglos. Aber Schpasss hatten wir beide schon - alle Ausfahrten mit Andreas haben mir sehr viel Vergnügen bereitet.

29. März
Der Wetterfrosch hat sich beim hastigen Hochsteigen auf der Leiter
ein Bein gebrochen… Um 06.00 Uhr bin ich wach, schaue raus und traue meinen Augen nicht: Furuholmensundet ist spiegelglatt !
Haiko hat den Kaffee fertig, ich wecke die anderen, Markus und Benny kommen hinzu und flugs werden die Boote klargemacht. Andreas und ich suchen erst mal ein Plateau auf, während Boot 2 und Boot 3 an uns vorbeiziehen und Richtung Kletten dampfen.

Das Plateau bringt auch nicht viel (ich kann nur Dorsch, unter anderem einen wahrhaft kapitalen Franzosendorsch), so dass wir auch gen Kletten tuckern. Dort sind schon sechs Boote, scheint also was zu gehen…
Was ging, waren Köhler, alle so umbei 60 cm, also eine schöne Küchengröße. Blöderweise hatten wir eine sehr starke Drift, welche noch zunahm, weil der Wind auffrischte. Als ich mit 500 gr kaum noch runter kam, gaben wir auf und fuhren etwas unter Land, Richtung der kleinen Insel Kjorten.

Aus einem kleineren Köhler bastelten wir uns Fischfetzen und ließen uns treiben. Andreas gab zwischendurch die Tiefen durch und warnte, dass es rapide flach wird. Kaum sprach er die Warnung aus, hing ich auch schon fest, Sekunden später hatte es auch Andrea s erwischt. Augenscheinlich hingen wir beide am gleichen Stein.

Ich sach ja, wir hatten beide viel Schpasss an Bord! Nachdem die Hänger gelöst waren, trieben wir (es) weiter. Ich fegte noch kurz einen Leng von der Platte und dann wurde es auch dort zu windig/wellig, so dass wir beschlossen, den Angeltag zu beenden. Boot 2 fuhr - so hörten wir später, noch weiter raus um im „richjtig“ Tiefen mit Naturköder zu probieren. Die Drift erforderte 1,2 kg Gewicht, was später auch nicht mehr reichte. Ein schöner Lumb war das Ergebnis. Boot 3 hatte einige Köhler zu verzeichnen.

Zu Hause versorgten wir den Fisch, tranken gemütlich Kaffee und dann konnte ich Andreas überreden, noch eine Runde „schleppen“ zu absolvieren, so dass wir auch mal den Snigfjord von innen sahen. Dort waren unter anderem auch Möven unterwegs, was eigentlich ein Zeichen für Fisch ist. Ich warf das Heringsvorfach zwischen die herabstürzenden Möwen, einmal, zweimal, dreimal - nüscht…

Abends gab es einen kapitalen Schweinebraten, den Lutz vorbereitet und zur Fahrt gespendet hatte. Zeitig ging es auf das schmale Brett ähhh Bett, denn für den nächsten Tag war eine Kuttertour vorgesehen.

30. März
Um kurz nach 06.00 Uhr in die Küche, wo Haiko schon wuselte und pünktlich um 07.00 Uhr erschien Kutterkapitän Reir mit der „Blue Finn“. Wir luden das Angelgeschirr auf den Kutter und dann ging es (sehr) zügig los… Die „Blue Finn“ ist zugelassen für 8 Passagiere, bietet viel Platz und ist nicht nur aus anglerischer Sicht gut ausgestattet.

Mit Vollgas ging es raus. Während sich bei uns vor der Anlage die Wellen nur kräuselten, herrschte hinter dem Leuchtturm Grønningen ordentlich Welle und Windstärke 5+, was aber Reir nicht dazu veranlasste, die Geschwindigkeit zu drosseln. Sein ultimativer Tipp bei der Abfahrt: macht eure Angeln jetzt schon mal fertig, da draußen könnt ihr schlecht stehen…
Aha!

Während die Passagiere sich an den Bänken festsaugen, purzeln die Gerätekisten schon mal durcheinander. Wir fuhren zu unserem Sonntagsausflugspunkt, den Kletten vor Udvåre. Dort hatten wir neben der schon erwähnten 2-Meter-Welle auch starke Drift, die Reir insofern abmilderte, als dass er den Kahn mit Motorkraft dagegen hielt, was aber nur bedingt gelang. 500-gr-Pilker waren angesagt, aber wenig Fisch kam an Bord: Haiko hatte nach ca. 45 Minuten 3 Köhler, ich einen. Wir verlegten gen Osten Richtung Tvisteinen; dort versuchten wir es noch mal. Mittlerweile hatten bis auf Haiko und mich alle die Ruten in den Ständern abgestellt.Haiko brachte noch zwei Köhler an Nord, dann brachen wir die Tour ab. Es war einfach zu rau, der Wind hatte voraussagegemäß noch zugenommen.
Die Rückfahrt war noch abenteuerlicher als die Hinfahrt. Mit den Wellen von schräg hinten rollte und krängte der Kutter mächtig. Zweimal dachte ich glatt, (norditalienisches Denken halt…) der Kutter geht koppheister. Ein Blick in die Augen des Kapitäns sagte mir aber schnell, dass keine Gefahr besteht.

Tags zuvor waren Andreas und ich durch eine schmale, flache Stelle zwischen zwei Felsen gefahren. Ich stand schon auf Zehenspitzen, als wir die Stelle passierten… Als Reir nun auch diese Engstelle ansteuerte, wurde mir noch mal Angst und Bange! Mit Vollgas durch, mir stockte der Atem und Reir bemerkte dazu trocken: Kein Problem, 1,80 m Wassertiefe, reicht locker!

Damit war der Montag eigentlich anglerisch erledigt, denn es war jetzt richtig ungemütlich mit Wind so bei 10 m/s und darüber und auch der Schneeregen war wieder da. Andreas bastelte eine Grundmontage, ich bestückte ein Heringsvorfach mit Fischstückchen. Beide Systeme gingen baden, aber bis zum Abend tat sich nix.

Bei einer Zigarettenpause auf der Terrasse bemerkte ich ein zaghaftes Zupfen an meiner Rute, welches sich zu einem herzhaften Zucken steigerte. Anschlag und raus mit dem unbekannten Zuckerer: eine Aalmutter, ca. 34 cm lang, das Gewicht war wegen fehlender Briefwaage nicht zu ermitteln, war mein Erfolg.

31. März
Früh am Morgen aus dem Fenster geschaut: der Wind hatte sich gelegt, Furuholmensundet lag brav und platt vor mir. Die Sonne machte Anstalten, sich heute mal wieder zu zeigen. Was lag also näher, als schnellstens einen Kaffee runterzudrücken und rauszufahren ?

Vorher noch die (vergessene) Angel einholen – upps, geht schwer, klar doch, wenn Schlick an den Haken hängt… Schlick? Nö, Fisch! Andreas rausrufen, Foto’s machen und zurück mit dem Ungetüm. Fischbestimmung: Seeskorpion. Ein Fisch, der mir in meinem Fangbuch noch fehlt.

Ich bedränge Andreas, sich zu beeilen, trage schon mal unsere Angelsachen ins Boot und endlich bequemt sich mein Kaptein an das Steuerrad. Letzte Ausfahrt heute, das Wetter ist immer noch gut. Am Angelpunkt (Grønningsboen) angekommen sollen die Grundruten noch mal eingesetzt werden Andreas bemerkt jetzt, dass der Ballast an Bord seine Ruten vergessen hat…

PEINLICH – PEINLICH – PEINLICH !!!

Aber das Wetter ist ja ruhig, wir fahren zurück, laden die Angeln ein und gurken noch mal los. Wieder vor Ort gehen die Fischfetzen gen Meeresgrund, tun tat sich aber da unten nix… dafür aber oben! Von See her zog Nebel auf!

Als die Insel Våre fast nicht mehr zu sehen ist, ziehen wir die Köder ein. Als die Köder an Bord sind, ist Våre im Nebel verschwunden. Die Sichtweite betrug immer noch mehrere hundert Meter, es war also keine „dicke Suppe“, aber die Landmarken waren alle wech. Mein norditalienisches Herz empfand diesen Anblick (oder besser: fehlenden Anblick) gar nicht lustig. Andreas startete den Motor und mit langsamer Fahrt (wir hatten ja Zeit) zuckelten wir zurück.
Ich saß, wie immer beim Verlegen/Fahren auf der Mittelkonsole. Irgendwie fand ich unsere Fahrtrichtung seltsam, hielt sie aber nicht wirklich für falsch, bis mir aufging, dass wir GEGEN die Dünung fuhren, so, wie wir raus gefahren waren. Der Kompass vor mir zeigte ein „S“ in Andreas seine Richtung…Diese Beobachtungen teilte ich meinem Kapitän mit, der erst mal anhielt und mittels Hand-GPS die Sachlage checkte. Ergebnis: wir drehten das Boot um 180° und fuhren nun gen Norden - in die richtige Richtung! Sowohl Andreas als auch mir war entgangen, dass sich das Boot während des Schnureinholens etc. gedreht hatte (fehlende Landmarken halt…), Meine Fresse ! Das hätte ohne Kompass (und GPS) fürchterlich schief gehen können. Aber jetzt bitte keine Schelte, wir waren sooo weit draußen gar nicht…

Letztendlich fuhren wir direkt auf den Leuchtturm zu. Dort angekommen, hatte sich der Nebel fast verzogen. Da lt. Seekarte in der Einfahrt zwischen Leuchtturm und schwarzem Turm Sandboden vorzufinden ist, beschlossen wir, hier noch mal auf Grund zu angeln aber ebenfalls mit Null Erfolg. Als sich der Nebel wieder verdichtete, gaben wir auf und fuhren zurück zur Anlage.
Das war eine gute Idee, denn sonst hätten wir Farsundklaus verpasst, der uns netterweise einen Besuch abstattete. Im Gepäck hatte er seinen legendären selbstgemachten Hagebuttenwein… Nach zwei (Sherry-)Gläsern hatte ich genug - nicht etwa wegen dem Geschmack! Klaus, DANKE dafür, eine weitere Erfahrung, die mir zu sammeln vergönnt war !
Fast hätte ich es vergessen: Gegenüber am Ufer tat sich was: eine offensichtlich weibliche Person erschien, setzte sich auf die Spitze der  Halbinsel und packte Angelgerät aus. Ein sehr ansprechendes Bild, erinnert mich ein wenig an die kleine Meerjungfrau in Kopenhagen. Gefangen hat die junge Frau aber auch nix…
Der Tag ging zu Ende, wir mussten noch packen, da am nächsten Morgen um 06:00 Uhr die Abfahrt anstand. Bitte, seht es mir nach, wenn ich über den Abreisetag nichts mehr schreibe -  es gab nicht neues und so ein Tag bedarf einfach keiner Beschreibung!
Fakt ist: ich war um 19.00 Uhr wieder zu Hause in Evestorf.

Fazit:
Die Ferienanlage eignet sich sowohl zum Angelurlaub als auch für den Familienurlaub, wobei eine reine Angeltruppe die Häuser nicht bis auf das letzte Bett auslasten sollte. Die touristischen Möglichkeiten im Umfeld sind vielfältig, ein Badeplassen mit feinem Sandstrand ist gegenüber der Anlage.
Die anglerischen Möglichkeiten lassen keine Wünsche offen, zumal bei wirklich gutem Wetter, wie man es im Sommer bestimmt öfter hat, sind Ausfahrten bis an die „Schelfkante“, welche direkt hinter den Kletten beginnt, gut möglich.
Ansonsten locken weitläufige seichte Buchten, eine „Wittling-Stelle“ soll es
auch geben und eben das Uferanglen vor der Haustür. Die Betreuung durch Christian (hauptsächlich in Avik tätig) war ebenfalls erstklassig - auch wenn seine zahlreichen Tipps wegen des unfischigen Wetters nicht zum Erfolg führten.

Die vorhandenen Boote sind für die Gegend wunderbar geeignet. Ach so - warum Viertakter? Auf diese Frage erhielt ich die für mich nachvollziehbare
Antwort, dass Dieselmotoren in der Anschaffung um ein vielfaches teurer sind und auch bei der Wartung erheblich mehr kosten. Diese Kosten umgelegt auf die Bootsmiete würden den Preis mächtig in die Höhe treiben.


So, dies unser Beitrag zum „Frühlingsausflug nach Südnorwegen“. Ich hoffe, er hat euch gefallen.

Grüße
Heiko

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