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23.06.2008
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Island Festival 2008

Über den bis zu 800 m hohen Steilfelsen der Westfjorde scheint weiter die Polarsonne, die in diesen nördlichen Breiten von 66 Grad im Juni praktisch nicht unter geht.

Donnerstag, 18. Juni 2008
Die Gäste von Angelreisen Hamburg sind zum Teil die ganze Nacht auf Beutezug gegangen. Allerdings konnten bedingt durch den zum Teil kräftigen Wind nicht alle Fanggründe angelaufen werden. Für den heutigen Tag lässt die Wettervorhersage jedoch auf perfekte Bedingungen hoffen.
Nach bereits guten Dorsch- und Steinbeißerfängen werden die ersten Heilbutt dann sicherlich auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die 22 Boote haben heute die ersten Fänge registrieren lassen. Beim morgendlichen Wiegen hingen im Camp in Flateyri Dorsche bis knapp 15 kg am Entladekran. Vorjahressieger André Rossat konnte mit seinem Steinbeißer von 9,8 kg ebenfalls bereits gut vorlegen. Die Fänge in Sudureyri lagen knapp hinter den Ergebnissen von Flateyri, und alle Beteiligten sind sich sicher, dass damit noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist. O-Ton von Heiner Giesel vom Daiwa-Cormoran-Team: "Das hält genau bis heute Nachmittag, wenn die ersten Boote wieder in den Hafen kommen". Am heutigen Abend werden die knapp 100 Festival-Teilnehmer selbstverständlich eine Fangpause einlegen - dann wird natürlich Fußball geschaut. Die kleine Hafenkneipe des 170-Seelen-Dorfes wird dann aus allen Nähten platzen...

Freitag - 20. Juni 2008

Erster Paukenschlag in Island

Dorsche um die 15 kg sind andernorts noch ein Fall für die Lokalpresse, in den Westfjorden locken solche beachtlichen Fangmeldungen inzwischen niemanden mehr an den Kai. Aber natürlich ist auch in einem der besten Meeresreviere der Welt nicht immer Rekordtag. Die Wetterbedingungen müssen passen und ein wenig Glück und Können gehören sicherlich auch dazu. Am gestrigen Donnerstag haben nach zum Teil noch recht unruhiger See alle 22 Teams die berühmte "Kante" vor den nördlichen Westfjorden erreichen können - eine Garantie für hervorragende Fänge. Die logische Konsequenz hing um 9:30 h beim offiziellen Morgentermin am Haken der Digital-Waage. René Krüger konnte einen gewaltigen Dorsch von nahezu unglaublichen 24,8 kg landen. Was für ein Fisch! Die magische 50-Pfund-Marke ist damit nur um Haaresbreite verfehlt worden. Die Durchschnittsgewichte steigen ebenfalls. Das "Boot der Meister", mit den Welt- und Europameistern Uwe Dittmann, Horst Hennings sowie dem Vorjahressieger André Rossat an Bord, konnte 10 Dorsche anlanden, die allesamt etwa um die 25 Pfund Stückgewichte hatten. Die intensiven Vorbereitungen vieler Festivalteilnehmer scheinen sich auszuzahlen. Lediglich ein Heilbutt fehlt noch in der Fangstatistik, aber die Teams arbeiten daran...

Bei der Köderwahl sind diverse Neuerungen zu beobachten: Neben den klassischen Pilkern sind zum Teil selbst angefertigte Gummifische im XXL-Format in diesem Jahr die absoluten Top-Köder.

Samstag - 21. Juni 2008

Spitzenfänge bei rauer See

Nach dem gestrigen Hammer-Dorsch von knapp 50 Pfund wurden am heutigen Samstag weitere tolle Fische agelandet. Das Team -Fishermans Partner Stralsund- stand anscheinend in einem Schwarm mit Dorschen der Extraklasse: Carsten Müller und Roland Kinow konnten beide wunderschöne Räuber von exakt 16,1 kg landen. Ein tolles Zwillingspärchen! Momentan bedeutet das für die beiden Fänger den geteilten zweiten Platz in der Gesamtwertung.
Etliche weitere Dorsche von über 10 bis 15 kg konnten von den Teams an die Haken gelockt werden. Für einen Platz auf dem Podest reichen solche tollen Fische aber nach den grandiosen Fischzügen der letzten Tage nicht mehr aus.
Seit nunmehr 5 Tagen scheint die Sonne rund um die Uhr. Die konstante Wetterlage bringt jedoch auch ebenso konstante Winde aus nördlichen Richtungen mit sich. Die besten Fanggründe können so mitunter nur schwer erreicht werden. Viele Teams haben ihre Ausfahrten deshalb bereits in die taghelle Polarnacht verlegt, da der Wind zu dieser Zeit zumindest etwas abflaut.

Gewertet werden die jeweils größten Fische der Arten Schellfisch, Köhler, Dorsch, Steinbeißer und Heilbutt. Trotz der ansonsten sehr guten Fänge lassen die ersten größeren "Platten" noch auf sich warten. Im letzten Jahr ging der gigantische Sieger-Butt (175 kg/240 cm) jedoch auch erst bei der letzten Drift am letzten Ausfahrttag auf den Köder. Somit hoffen wir bis zum Montagabend, doch noch einen der echten Giganten anlanden zu können.

Sonntag - 22. Juni 2008

Riesige Steinbeißer und gigantische Dorsche in Serie

"Der Wind ist weg!" Diese Information ging in der gestrigen Nacht wie ein Lauffeuer durch die beiden Camps in Sudureyri und Flateyri. Sofort sind mitten in der Polarnacht viele Teams zu ausgedehnten Fischzügen aufgebrochen. Das Resultat beim heutigen Wiegen war dementsprechend gut. Unglaubliche Mengen an kapitalen Steinbeißern von knapp 20 Pfund und riesige Dorsche der 40-Pfund-Klasse liegen vor mir auf dem Steg. Was für tolle Fische...
Einige Teams haben 16 Stunden im Stück auf dem Wasser verbracht. Entsprechend lang ist die Fangliste. Der bisherige Rekord in der Kategorie "Steinbeißer" von 9,8 kg wurde mehrfach mit 19 Pfund und 100 Gramm nur um Haaresbreite verfehlt. Dorsche von über 40 Pfund hingen ebenfalls desöfteren am Haken der offiziellen Digital-Waage. Auffällig ist vor allem, dass durch den abflauenden Wind auch die Anzahl der kapitalen Fische gestiegen ist.
Im Moment sind fast alle Teams schon wieder auf dem Wasser. Wir sind gespannt, was heute noch so alles an die Haken gehen wird.

Montag - 23. Juni 2008

Endspurt auf dem Island-Festival

Prachtwetter, tolle Fische, gute Laune. Auf diese wenigen Worte lässt sich die Stimmung vor dem Endspurt auf dem Island-Festival reduzieren. Der schwerste Fisch des Festivals wird mit einer Freireise belohnt. Für die ersten drei Plätze in den jeweiligen Kategorien winken Sachpreise von Daiwa-Cormoran und Reisegutscheine von Angelreisen Hamburg. Die Teilnehmer werden sich also sicherlich am Finaltag noch einmal mächtig ins Zeug legen. Beim heutigen Entladen und Wiegen der Fische wurden wieder etliche 20 Pfund+ Dorsche angelandet, viele auch über 30 Pfund. Bis zum heutigen Wiegen standen die drei riesigen Dorsche vom Team "Angel-Funke" aus Brandenburg zwischen 20,5 und 24,8 kg an der Spitze. Hier konnte nun ein Dorsch von 21,4 kg die Phalanx durchbrechen. An dem Steinbeißer von 9,8 kg, den Vorjahressieger André Rossat zu Buche stehen hat, beißen sich die Mitsteiter immer noch die Zähne aus. Sie konnten mit bis zu 9,6 kg schweren Fische die magische Marke von 10 kg bisher nicht knacken. In der Kategorie "Schellfisch" und "Köhler" stehen vergleichsweise geringe Fanggewichte von jeweils nur 2,5 Kilo oben in der Liste. Hier werden heute sicherlich einige Spezialisten angreifen, um sich die vorderen Plätze zu sichern.
Ohne Beweise keine Fangmeldung - so ist das nun einmal. Aus diesem Grunde haben wir es uns bisher auch erspart, die inzwischen gute handvoll Hiobsbotschaften von verlorenen Großfischen - wahrscheinlich Heilbutt - im Island-Live-Ticker zu melden.
In der gestrigen Nacht kam es wieder einmal zu einem echten Drama. Ein etwa zwei Meter langer Heilbutt konnte nach langem Drill bis an das Boot geholt werden. Die Crew bestehend aus den Ehepaaren Stahl und Schiemann konnte sogar die Harpune setzen. Dann allerdings folgte ein echtes Drama. Die Angelschnur brach und der Fisch musste an der Harpunenleine gedrillt werden. Der Druck auf der Leine war natürlich entsprechend hoch. Mit letzte Kraft legte der Fisch eine Flucht hin, die dann zum Ausschlitzen der Harpunenspitze führte. Die Crew hat die gesamte Szene mit der Videokamera festhalten können.
Alle Boote sind bereits wieder auf dem Wasser, und wir sind gespannt, was der letzte Tag noch an Fischen bringen wird. Morgen früh um Punkt 9 Uhr ist dann Schluss.

Dienstag - 24. Juni 2008

Herzschlagfinale auf dem Islandfestival

Nach sieben Tagen Dauersonnenschein war das heutige finale Wiegen an Spannung nicht zu überbieten. Fast alle Teilnahmer hatten sich um neun Uhr Ortszeit (MESZ minus 2 Std.) am Hafen eingefunden. Seit dem zweiten Wertungstag stand der Dorschrekord auf 24,8 kg. Am heutigen Tag hievte Dusko Stupar noch einmal einen gewaltigen Dorsch auf die Kaimauer des Hafens von Flateyri. Da die meisten Waagen bei 20 kg schlapp machen, konnte das Gewicht an Bord nicht exakt ermittelt werden. Alle umstehenden Angelkollegen waren sich sicher, dass das der neue Rekordfisch ist. Die offizielle Waage zeigte dann das gewaltige Gewicht von 22,3 kg an. Ein grandioser Fang, der jedoch nicht ganz an den größten Dorsch heranreichen konnte.
Einen neuen Rekord vermeldet jedoch die Jury aus dem Camp Sudureyri. Hier konnte Anett Stahl für die Damenwertung einen gewaltigen Räuber weit jenseits der magischen 30-Pfund-Marke landen. 18 kg brachte der Prachtdorsch auf die Waage. Eine tolle Leistung!
Der Rekord in der Kategorie "Schellfisch" konnte ebenfalls noch einmal gewaltig nach oben geschraubt werden. Thorsten Brune legte mit einem 2,6 kg schweren Schelli einen neuen Rekord vor. Peter Heller hängte kurzte Zeit später sogar einen wunderschönen 4,5 kg Fisch an die Waage. Hier ist also das Rennen um die Krone erst am letzten Tag entschieden worden. In der Kategorie "Köhler" konnte ebenfalls auf der Schlussgeraden noch einmal gepunktet werden. Köhler von 2,7 kg und 2,8 kg überboten die Leistung des bisher Führenden noch einmal um 200 g. Allerdings blieben die Gesamtergebnisse in dieser Kategorie deutlich hinter den Erwartungen
zurück.
Im Moment werden die Boote geschrubbt und die Koffer gepackt. Am Nachmittag geht es auf die Heimreise. Alle Teilnehmer des Festivals treffen sich am heutigen Abend zu einem rustikalen Vikinger-Essen im Hotel vor den Toren der Hauptstadt Reykjavik, wo auch das Endergebnis verkündet wird. Dem Gesamtsieger winkt als Preis eine Freireise zum Island-Festival 2009. Aber auch die Gewinner der einzelnen Wertungs-Kategorien werden mit wertvollen Preisen nach Hause gehen. Das offizielle Endergebnis wird natürlich auf www.blinker.de und auf der Internetseite von Angelreisen Hamburg (www.angelreisen.de) veröffentlicht.
Nachtrag in Sachen Heilbutt: Es war fast zum Verzweifeln. Nahezu jeden Tag erreichten uns Meldungen über verlorene Butt. Alles, was schief laufen konnte, lief verkehrt. Und das in einem der besten Butt-Reviere überhaupt. Es war zum verrückt werden.
Gestern Nachmittag machten wir vom Team Angelreisen Hamburg - natürlich außerhalb der Konkurrenz - noch einmal eine kurze Ausfahrt. Einige schöne Fische und einige heftige Attacken konnten wir verzeichnen. Ein schöner Angelnachmittag. Auf der letzen Drift, fünf Minuten vor der verabredeten Abfahrtszeit war es dann endlich soweit: Heilbutt! Ein entsprechend Nerven zerreißender Drill folgte. Dreißig Minuten später konnte das Kraftpaket nach einigen gewaltigen Fluchten per Gaff ins Boot geholt werden. Der Bann ist damit gebrochen und wir alle natürlich überglücklich. Mit 133 cm und exakt 28 Kilogramm wurde der Prachtfisch vermessen.
Mit den letzten Bildern vom Finaltag verabschiedet sich das Team von Angelreisen Hamburg. Wir hoffen, dass Ihnen unsere Live-Berichterstattung gefallen hat. Vielleicht treffen wir Sie ja eines Tages hier in Sudureyri oder Flateyri in Islands Westfjorden wieder - in einem der wohl besten Reviere für Meeresangler weltweit.

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