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25.05.2012
12:46

Seelachs – Norwegisch: Sei

Seelachs oder Köhler (Pollachius virens kann eine Länge bis 1,30 Meter erreichen, maximal veröffentlichtes Gewicht: 32 Kilo) - bei uns als zartes, in Panade gewendetes, blockförmiges Filet oder Fischstäbchen aus der Kapitän Iglo-Verpackung bekannt, ist er gerade bei Kindern beliebt.

In seiner größten Variante steht er bei Norwegen-Anglern ganz oben auf dem Wunschzettel. Denn die Krone der Köhler-Schöpfung sind die kapitalen Brummer - wir reden hier von Exemplaren weit über der 20-Pfund-Marke. In Norwegen werden sie, ähnlich einem japanischen Schlachtruf, "Havsei" genannt. Allerdings ist der "Havsei" oft nur weit draußen zu finden - viel Geduld und ein wenig Glück bei seiner Suche muss man schon haben. Wahrscheinlicher sind Seelachsschwärme mit Einzelfischen zwischen zwei und vier Kilo Gewicht. Noch kleinere Exemplare eignen sich bestens als Köderfische, zum Beispiel bei der Jagd auf Heilbutt oder Leng. Die großen Köhler-Ansammlungen finden sich von der Süd- bis zur Nordküste Norwegens. Sie sind sehr verbreitet und gehen zu fast jeder Jahreszeit an den Haken. In den Sommermonaten ab April stehen die Chancen auf Köhler deutlich besser als im Winter. Die großen Köhler befinden sich, anders als ihre kleineren Schwarm-Kollegen, oft im Schlepptau von Heringsschwärmen, die von ihnen im Pulk gejagt werden. Sie lassen sich dann ausgezeichnet mit Pilkern, Gummifischen oder geschleppten Heringen im Mittelwasser rund um den Futterfischschwarm fangen. Die halbstarken Seelachse fressen dagegen in riesigen Schwärmen aufgewirbelte Kleinstlebewesen und Lodden(kleinere Heringsart). Besonders der Saltstraumen in Mittelnorwegen ist berühmt für seine rekordverdächtigen "Havsei". Auch die Lofoten, die Vesterålen und der traumhafte Romsdalfjord sind Garanten für Großköhler. Die Möglichkeit, einen wirklich kapitalen Köhler zu fangen, ist in West- und besonders Nordnorwegen deutlich höher als im Süden. Kurbeln Sie die Köder (Pilker bis 250 Gramm oder Gummifische) schnell durchs Mittelwasser in Richtung Oberfläche. Das reizt die Räuber bis aufs Blut und oft steigen die großen Kaliber brutal ein. Während der ersten Flucht reißen sie schon mal locker 200 Meter Schnur von der Rolle. Für kleinere Seelachse: Montieren Sie einen maximal 150 Gramm schweren Pilker (silberblau). Darüber kommt ein Paternostersystem mit Makrelenfliegen oder ein Beifängersystem mit Gummi-Makks (siehe Montagezeichnungen). Bei der Jagd auf Groß-Köhler lassen Sie die Beifänger besser weg - zwei bis drei dieser Boliden machen schnell Kleinholz aus ihrer Montage. Immer mit Hilfe des Echolotes nach geballten Heringsansammlungen suchen. Oder nach alter Väter Sitte nach Möwen Ausschau halten, die sich aufgeregt in Richtung Wasser stürzen - dort holen sie sich die kleinen Heringe aus dem Oberflächenfilm und Köhler sind bestimmt auch in der Nähe. Der erste Kontakt und die erste Flucht sind vehement, dann gibt der Köhler nach und lässt sich an die Oberfläche drillen. Als Mittelwasser-Fisch funktioniert der Druckausgleich bei ihm recht problemlos, anders als bei Lumb und Leng. Daher bleiben die Fluchten bis zuletzt kraftvoll und er kann auch leichter zurückgesetzt werden. Das Fleisch des Köhlers ist sehr schmackhaft. Frisch gebraten ist er eine Delikatesse und sollte deshalb nicht nur als Fischstäbchen in der Fischküche enden.

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