Leng-Montage
Die im Folgenden beschriebene Montage hat sich in den norwegischen Fjorden und Küstenbereichen hervorragend bewährt.
Das Geschirr sollte aus einer stabilen, elastischen Rute von max. 2,40 m Länge und einem Wurfgewicht von mind. 300 g bestehen. Dazu eine große, gute Multirolle mit 0,30er geflochtener Schnur. Die Rollenbelegung sollte in Abhängigkeit zur befischten Wassertiefe ca. das 3-fache betragen.
Zur Fertigung des Vorfaches werden 0,80 – 1,00er monofiler Schnur, Einzelhaken der Größen 8/0 bis 10/0 und stabile, große Meereswirbel benötigt. Das Gewicht kann aus einem schweren Pilker (je nach Wassertiefe und Drift ca. 300 – 1000 g) oder bei erhöhter Hängergefahr aus einem entsprechenden Blei bestehen.
Zur Beköderung wird ein großes Makrelen- oder Heringsstück (Fetzen) verwendet. Die beiden Haken werden gegenläufig durch die Haut geführt und fixiert. Scheuen Sie sch nicht auch mal sehr große Fetzen oder gar einen halben oder ganzen Fisch anzuködern! Zwei Haken des Pilkerdrillings sollten ebenfalls bestückt werden. Dazu eignet sich das Schwanzstück einer Makrele ausgezeichnet. Die verwendeten Fetzen müssen keinesfalls frisch sein.
Sind im beangelten Bereich steile Erhebungen, Kanten oder Abbrüche bekannt, sind die Aussichten besonders gut. Die Angeltiefe sollte 60 m abwärts betragen. Nun ist mit dem Pilker (oder Blei) Grundberührung zu suchen und am Grund zu halten. Bei abfallendem bzw. ansteigendem Grund ist während der Drift entsprechend leicht Schnur zu geben bzw. einzuholen.
Die übliche Pilkbewegung kann gespart werden. Die Rute wird auf der Bordwand des Bootes abgelegt und lediglich gehalten. Selbst die geringste Schaukel- bzw. Driftbewegung des Bootes ist für die Köderbewegung völlig ausreichend.
Zeigen Sie nun Geduld. Jeder Biss kündigt sich durch vehementes Rucken der Rutenspitze an. Jetzt heißt es, Ruhe bewahren und die Rutenstellung nicht zu verändern. Dieses wiederholt sich in der Regel 3-5 mal, bevor sich die Rutenspitze deutlich nach unten krümmt. Dann, und erst dann, ist der Anhieb zu setzen. Dieser muss nicht gewaltsam sein, da der Leng oder Lumb meist den gesamten Fetzen (und die Haken) bereits im Maul hat. Der Leng setzt nach Fehlbissen häufig noch einmal nach!
Diese Methode ist für den Fang von Leng und Lumb hervorragend geeignet aber auch Dorsch, Seeteufel und der Heilbutt können damit überlistet werden.



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