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18.03.2010
11:13

Angeln - aber sicher!

Ein paar goldene Regeln, die man beachten sollte

Alle reden vom Wetter - wir auch.


In Norwegen kann das Wetter in Windeseile umschlagen. Wenn plötzlich Starkwind oder Nebel aufkommt, wird das Bootsangeln an den Küsten ungemütlich oder sogar lebensgefährlich. Besonnenes Verhalten im Boot sollte daher für jeden Angler selbstverständlich sein, damit der fröhlich begonnene Angelurlaub nicht mit einem Unglück endet.

Achtet immer auf das Wetter, erkundigt Euch vor Abfahrt nach der Wetterprognose . Bei Wind nichts riskieren, man kann auch vom Ufer angeln. Plötzliche Wetteränderungen sind in Norwegen nicht selten. Häufig muss man in wenigen Minuten eine Entscheidung treffen - noch etwas bleiben oder schnell zurück in den sicheren Hafen? Im Zweifelsfall immer auf Nummer Sicher gehen! Glatte Fjorde können plötzlich zu ungemütlich tobenden Wasserf1ächen werden. Eine Rückfahrt, die normalerweise Minuten gedauert hätte, nimmt plötzlich 1 Stunde in Anspruch. Bei aufkommendem Nebel solltet Ihr sofort einpacken. Ohne Kompass werdet Ihr schwerlich den richtigen Kurs halten können und eventuell erst in Island wieder festen Boden unter den Füßen haben.

Euer aktuelles Angelwetter findet Ihr auf den Internetseiten von
Wetter-Online oder von Wetter-Net.

Legt vor Abfahrt einen verantwortlichen Bootsführer fest.

Es gibt nur einen Kapitän an Bord! Macht Euch vor Abfahrt mit Boot, Motor und Ausrüstung sorgfältig vertraut. Schwimmwesten, Ruder, Schöpfkelle, Scherstifte, Riemen, Leinen, Taschenlampe, Anker, Handy und genügend Benzin gehören in jedes Boot.

Schwimmwesten sind in Norwegen kein Luxus, sondern Pflicht. Wir bitten Euch eindringlich - tragt Schwimmwesten! Wichtig ist eine ohnmachtsichere und gut sichtbare Rettungsweste. Wenn das Boot kentert, bleibt keine Zeit mehr, die Weste anzulegen. Besonders in Norwegen wird das Wasser auch im Sommer selten wärmer als ca. 13 C. Ohne Schwimmwesten werden Sie sich nicht lange an der Oberfläche halten können - von Bewusstlosigkeit gar nicht zu sprechen.

Bier und Schnaps gehören nicht ins Angelboot. Wie beim Autofahren gilt: Don't drink and drive.

Das Wichtigste ist aber eine gute Vorbereitung d.h. die Auseinandersetzung mit dem Boot als solches.

Besonders den Umgang mit dem Außenborder sollte man vor der ersten Ausfahrt beherrschen.

Informiert Euren Vermieter über Dauer und ungefähre Richtung der Tour.

Ein Handy mit der Nummer Eures Vermieters gehört unbedingt an Bord. Falls Ihr länger als geplant draußen bleibt, informiert den Kontaktmann. Ein Rettungseinsatz kann teuer werden, auch wenn er unnötig ist.

Nehmt möglichst Karte und Kompass mit. Das ist nicht nur nützlich, um gute Angelstellen anzusteuern, sondern auch, um bei Nebel oder weiteren Touren wieder zurückzufinden. Lernt vorher den richtigen Umgang mit Karte und Kompass.

Angelt in kleineren Booten nur im Sitzen

Beim Tauschen der Plätze, sollte immer nur eine Person aufstehen. Gummistiefel oder Bootsschuhe sollten eine rutschsichere Sohle haben.

Immer wieder fallen Angler beim P....... ins Wasser. Das kleine Geschäft nicht über die Bordwand erledigen. Benutzt lieber die Schöpfkelle, den Eimer oder eine eigens dafür mitgebrachte Konservendose.

Vorsicht Wellengang

Große Fracht- und Passagierschiffe verursachen plötzlichen Wellengang.
Fährt ein großes Schiff, auch in größerer Entfernung vorbei, hört sofort auf zu angeln. Zur Sicherheit solltet Ihr den Motor anwerfen und den Bug Eures Bootes auf die rasch heranrauschende Welle des Schiffes ausrichten. Die norwegischen Expressboote sind ein ganz spezieller Fall. Diese Linienboote haben es immer eilig, verursachen besonders starken Wellengang und sie haben immer Vorfahrt.

Kein Fisch ist es Wert, die Sicherheit oder gar das Leben eines Anglers aufs Spiel zu setzen !!!!!

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